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Viersen
Die wichtigsten Antworten

Eine mögliche Umbenennung der 2300 Meter langen Hindenburgstraße in Süchteln bewegt die Menschen in Viersen. Wir haben die wesentlichen Fragen und Antworten zusammengetragen.

Warum wird ausgerechnet jetzt darüber diskutiert?

Ein Viersener Einwohner hat vor knapp einem Jahr den Antrag auf Umbenennung gestellt. Die Gemeindeordnung sieht ausdrücklich vor, dass solche Bürgeranträge gestellt werden können. Der Bürgerantrag steht nun auf der Tagesordnung des nächsten Ausschusses für Stadtentwicklung.

Wann fällt die Entscheidung?

Der Ausschuss tagt am Donnerstag, 14. April. Die Sitzung ist öffentlich. Viersener Bürger sind eingeladen, der Debatte beizuwohnen. Die Ausschusssitzung beginnt um 18 Uhr im Sitzungssaal des "Forum", Rathausmarkt 2.

Wieso sollte der Name geändert werden?

Der Antragsteller weist auf Hindenburgs fatale Rolle bei der Entstehung der NS-Diktatur hin. Hindenburg habe Adolf Hitler ohne Not zum Reichskanzler ernannt. Auch die moderne Geschichtsforschung sieht Hindenburgs Rolle kritisch. Christoph Nonn, Professor für Neueste Deutsche Geschichte an der Universität Düsseldorf, nennt ihn "Totengräber der Demokratie".

Was würde eine Umbenennung bedeuten?

Die 200 Anwohner bräuchten neue Personalausweise (kostenlos), sie müssten Versicherungen, Freunde, Banken über die neue Anschrift informieren.

(mrö)
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