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Niederkrüchten
Die Zukunft ist gesichert

Niederkrüchten: Die Zukunft ist gesichert
Anfang Oktober gingen Schüler, Eltern und Lehrer für den Erhalt der Realschule Niederkrüchten auf die Straße. Jetzt herrscht Aufatmen – der Text links im Bild bewahrheitet sich: "Wir bleiben hier!" FOTO: RPO
Niederkrüchten. Gerettet: Die Realschule Niederkrüchten wird die zum Weiterbestehen erforderliche Zahl von 56 Anmeldungen erreichen. Das drohende Aus für die Schule ist nach einem Kraftakt in den letzten Wochen abgewendet. Von Jochen Smets

Gestern hatte Bärbel Buchwald Anmeldung Nummer 55 auf dem Schreibtisch. "Wir können den Sekt rausholen", frohlockte die Schulleiterin im RP-Gespräch. Erfahrungsgemäß werden in den nächsten Wochen noch einige Anmeldungen hinzukommen, zum Beispiel durch Rückläufer, die an der Gesamtschule keinen Platz bekommen haben. Nach Monaten quälender Ungewissheit dürfte die für heute anberaumte Lehrerkonferenz in bester Stimmung ablaufen. "Wir freuen uns riesig", so Buchwald.

Demo und Werbekampagne

Der Kraftakt, den Schule, Eltern und Verwaltung in den vergangenen Wochen hingelegt haben, hat die erhoffte Wirkung erzielt. Eine Schülerdemonstration samt Unterschriftenaktion für den Erhalt der Realschule oder eine intensive Werbekampagne an den Niederkrüchtener und Brüggener Grundschulen sind nur zwei Beispiele. Das Kalkül, auch Merbeck, Arsbeck und Dalheim in den Blick zu nehmen, ist ebenfalls aufgegangen. Mehrere Anmeldungen kommen aus diesen Orten. Den dortigen Eltern ist das mit der Einrichtung einer Buslinie zum Niederkrüchtener Schulzentrum schmackhaft gemacht worden.

Hätte die Realschule die Mindestzahl von 56 Anmeldungen deutlich verfehlt, wäre es wohl zur Schließung gekommen, wie die Bezirksregierung im Vorfeld deutlich gemacht hatte. Trotz der unsicheren Ausgangslage "haben uns die Eltern ihr Vertrauen geschenkt. Das hat uns sehr beeindruckt", so Bärbel Buchwald. Das Entscheidende: "Die Eltern waren von unserer Schule überzeugt." Auch Bürgermeister Herbert Winzen zeigte sich froh und erleichtert über die gute Nachricht. "Vielleicht war diese Krise heilsam. Sie hat den Blick dafür geschärft, dass wir in Niederkrüchten zwei weiterführende Schulen haben, die hervorragende pädagogische Arbeit leisten", sagte Winzen.

"Alle atmen auf", fasste Schulpflegschaftsvorsitzende Dagmar Buchholz gestern die Stimmung in der Elternschaft zusammen. "Wir sind stolz, dass es geklappt hat. Wir werden für die Realschule immer weiter kämpfen", erklärte sie. Bis Ende März kann die Realschule noch Schüler annehmen, betont Buchwald. Sollten es deutlich mehr als 56 Anmeldungen werden, könne es statt zwei eventuell auch drei Eingangsklassen geben. "Unser Ziel sind kleine Klassen", so die Schulleiterin.

Das Weiterbestehen der Realschule wird selbstverständlich gebührend gefeiert. Eine interne Feier soll es am Donnerstag, 10. März, geben. Und eine richtig große Sause soll im Sommer steigen. Dann feiert die Realschule ihr zehnjähriges Bestehen – und ihre frisch errungene Zukunft.

Quelle: RP
 
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