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Brüggen
Dingelstad-Platz soll 2019 fertig sein

Brüggen: Dingelstad-Platz soll 2019 fertig sein
Die Arbeiten sollen Anfang nächsten Jahres beginnen. FOTO: hermanns landschaftsarchitektur/umweltplanung
Brüggen. Die Planung für das neue Pfarrheim und den Bischof-Dingelstad-Platz in Bracht schreitet voran. Insgesamt soll das Vorhaben rund 564.000 Euro kosten. Landschaftsarchitekt Andreas Hermanns setzt auf ein Fischgrätverbund Von Birgitta Ronge

Im kommenden Jahr soll das neue Pfarrheim in Bracht gebaut werden. Die katholische Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt plant einen Neubau, der zwischen dem alten Pfarrhaus und dem Bischof-Dingelstad-Platz im Ortskern errichtet werden soll. Angedacht ist ein Massivbau mit Ziegelsteinverblendung und Flachdach. Architekt Gregor Dewey stellte die Planung bei einer Bürgerversammlung am Mittwochabend vor. Die Arbeiten sollen Anfang nächsten Jahres beginnen, noch in dieser Woche werden die Leistungen für den Rohbau ausgeschrieben.

Dewey rechnet mit einer Bauzeit von etwa neun Monaten. Da für den Leitungsbau Eingriffe in den Boden vorgenommen werden müssen, begleiten Archäologen die Arbeiten. Anfang des Jahres hatten diese bereits im Auftrag der Burggemeinde die Baufläche untersucht und Keramik aus dem 12. und 13. Jahrhundert und Gruben entdeckt - Hinweise darauf, dass das Gelände im Mittelalter schon besiedelt war. Insofern könnten weitere archäologische Untersuchungen während der Bauzeit noch zu Verzögerungen führen, erklärte Dewey - doch wenn die Bodenplatte fürs neue Pfarrheim erst liege, sei alles gut.

Auch Landschaftsarchitekt Andreas Hermanns war gekommen, um seinen Entwurf für den Platz zu präsentieren. Für Schmunzeln unter den Gästen sorgte Hermanns' Sammlung von Fotos, mit denen er all die verschiedenen Arten von Betonsteinen und Natursteinen dokumentiert hatte, die auf dem Platz und rund um die Kirche in unterschiedlichen Mustern verbaut sind. Die Mustersammlung soll nun einem einheitlichen Bild weichen.

Er schlägt vor, auf dem Platz Klinkersteine im Fischgrätverband zu verlegen - so, wie es jetzt auch für den kleinen Platz vor dem alten Hotel König vorgesehen ist. Dort haben die Arbeiten zur Umgestaltung bereits begonnen. Nicht neu gepflastert wird die von Platanen bestandene Fläche, die neben der Gaststätte "Marktjournal" als Biergarten genutzt wird. Wollte man dort neue Steine verlegen, müssten die Platanen gefällt werden. Daher wird das Pflaster dort lediglich gereinigt und neu verfugt. Der Platz selbst soll künftig keine Stufen mehr haben.

Ein taktiles Leitsystem im Boden führt sehbehinderte Menschen rund um den Platz, zum Eingang des Pfarrheims an der Ostseite und zum Kirchenportal. Statt der bislang 25 Stellplätze soll es künftig 22 geben, von denen zwei als Behindertenparkplätze ausgewiesen sind. Zwischen Biergarten und Pfarrheim hat Hermanns eine vier mal 15 Meter große Boulebahn vorgesehen, neben der drei weitere Platanen gepflanzt werden. Dort sind ebenso wie an der Seite zum Kirchhof Bänke nach Brüggener Vorbild geplant. Romantisches Flair dürften Stock- und Strauchrosen verbreiten. An der Westseite gibt es heute einen Durchgang zur Kirchgasse, ein weiterer soll aufgeschnitten und an den Schnittkanten mit Corten-Stahl versehen werden. Aus diesem Material besteht auch der Bücherschrank, den die RWE wie in Brüggen auch in Bracht aufstellen will. Die Reste des Dohlenbrunnens, den der Zeichner des Brüggener Maskottchens Burgi, Alfons A. Ehring, 1987 entwarf, werden abgebaut. Die kupfernen Bestandteile waren im vergangenen Jahr gestohlen worden. An dieser Stelle soll ein 8,50 Meter hoher Vereinsbaum aufgestellt werden, an dem die örtlichen Vereine ihre Wappen aufhängen können.

Ist das Pfarrheim fertig, kann der Platz umgestaltet werden. Das dauert Hermanns zufolge etwa sechs Monate, sodass Kirsch davon ausgeht, dass bis zum Dohlenfest 2019 alles fertig sein wird.

Quelle: RP
 
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