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Viersen
Draftex hofft auf Aufträge für zwei neue Automodelle

Viersen. Dass bei der Grefrather Firma Draftex 94 von 358 Mitarbeiter ihre Stelle verlieren, sei keineswegs überraschend, sagte Geschäftsführer Andreas Schäfer im Gespräch mit der RP.

Ein Abbau von Arbeitsplätzen sei bei der Übernahme durch den polnischen Investor Stomil Sanok AG vereinbart worden. Die Gruppe hat Draftex 2014 aus der Insolvenz erworben.

Während der Insolvenz waren die Kunden nicht bereit, neue Aufträge zu erteilen. Dass es überhaupt zur Insolvenz kam, war auch der Krise in der Automobilbranche geschuldet. Derzeit habe man in Grefrath aber wieder Aufträge für zwei bedeutende Automodelle: "Ein Neuauftrag aus der Automobilindustrie wird erst nach rund zwei Jahren umsatzträchtig. Dieser Zeitraum ist erforderlich, um die neuen Teile zu entwickeln", sagt Schäfer.

"Um neue Aufträge zu gewinnen, die erst zu einem späteren Zeitpunkt Erlöse bringen, ist ein hohes Maß an Einsatz und Motivation erforderlich", betont die stellvertretende Geschäftsführerin Malgorzata Szalajko. Deshalb hätten Sanok und Draftex einen Umstrukturierungsplan erarbeitet, der auch die notwendige Anpassung der Mitarbeiterzahl an die jeweilige Auftragslage beinhaltet habe. Der Personalabbau zum 31. März und 30. September, der über einen Sozialplan läuft, sei somit eine konsequente Umsetzung der Umstrukturierung, die noch vor der Draftex-Übernahme klar gewesen und so kommuniziert worden sei. Geschäftsführung und Investor schauen optimistisch in die Zukunft, sehen Grefrath als Standort mit Perspektive.

(hd)
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