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Brüggen
Drei Märkte für die nördliche Borner Straße

Brüggen. Für Discounter, Drogerie-Markt und Getränkehandel muss der Bebauungsplan geändert werden. Der Planentwurf soll Mitte Februar ausgelegt werden, dann können Bürger Anregungen vorbringen.

Nach dem Bauausschuss hat auch der Rat der Gemeinde Brüggen einstimmig die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gebiet nördlich der Borner Straße in Brüggen beschlossen. Dort sollen drei Märkte errichtet werden: ein Getränkemarkt, ausgelagert aus dem bestehenden Rewe-Markt, ein Drogerie-Fachmarkt und ein Lebensmittel-Discounter. Dieser Discounter ist Aldi, der von der gegenüberliegenden Seite herüberziehen und hinter Rewe ein neues, größeres Gebäude errichten will.

Für Aldi ist eine Verkaufsfläche von maximal 1200 Quadratmeter vorgesehen, für den Getränkemarkt von 800 Quadratmeter, für den Drogerie-Markt von 850 Quadratmeter. Dem Entwurf nach sollen die drei Märkte nebeneinander gebaut werden, südlich der Gebäude ist ein Parkplatz mit insgesamt 147 Stellplätzen vorgesehen. Auch gibt es Hinweise zum Schallschutz, sie sehen eine maximale Ladenöffnungszeit von 7 bis 21.30 Uhr vor.

Um dieses Vorhaben umzusetzen, muss ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden, der großflächigen Einzelhandel an dieser Stelle zulässt. Daher befasst sich die Gemeinde mit der Aufstellung des Bebauungsplans für ein "Sondergebiet Nahversorgung nördliche Borner Straße", kurz Brü/44. Mit dem Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplanes stimmte der Rat auch der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit zu. Ab Mitte Februar, schätzt die Gemeindeverwaltung, sollen die Entwurfsunterlagen für jeden Bürger im Rathaus zur Einsicht ausliegen. Innerhalb eines Monats können Interessierte Anregungen und Kritik vorbringen. Wann genau die Unterlagen ausgelegt werden, gibt die Verwaltung noch bekannt.

Die Planung hat auch Auswirkungen auf die Verkehrsführung: Um den Verkehrsfluss auf der Borner Straße zu verbessern, soll an der Kreuzung der Marktzufahrt mit der Borner Straße ein Kreisverkehr eingerichtet werden. Außerdem soll zwischen dem Kreisverkehr und dem südlichen Ausbauende der Straße Weihersfeld eine Verbindungsstraße hergestellt werden. Die bestehende Skater-Anlage soll verlegt werden. Gemeinsam mit den Jugendlichen will man nach einem neuen Standort suchen, so lautet der Beschluss aus dem Jugendpflege- und Sportausschuss dazu.

Unklar ist, ob die alte Brücke der Ziegelei Laumans, die über die Borner Straße führt und für den Ortseingang prägend wirkt, bleibt. Im Bauausschuss erkundigte sich Ulrich Siebert (Grüne) danach. Das werde denkmalrechtlich geprüft werden müssen, sagte Bauamtsleiter Dieter Dresen. Da sei ja noch die Frage nach dem Zustand der Brücke. Dresen gab auch zu bedenken: "Es muss ja auch noch was da stehen, was die Brücke hält."

(bigi/biro)
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