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Viersen
Dülken trauert um Dieter Bongartz

Viersen. Der Autor und Filmemacher wurde 1951 in Dülken geboren. Er starb in Köln.

Dülken trauert, denn die Stadt hat einen ihrer bekanntesten Vertreter verloren: Dieter Bongartz, der vor allem mit seinem Film "Der zehnte Sommer" seine Heimatstadt überall vorgestellt hat, ist in der vergangenen Woche in Köln gestorben. Dieter Bongartz wurde 1951 in Dülken geboren, studierte in Bonn Germanistik und Pädagogik, seit 1980 arbeitete er als Autor und Filmemacher in Köln. Er drehte mehr als zwanzig Dokumentarfilme für das Fernsehen - meist über niederrheinische Themen. Seit 1990 schrieb er Drehbücher als einer, "der in der Welt, die er beschreibt, auch selbst lebt."

In der Reihe "Persönlichkeiten aus Viersen" stellte der Verein für Heimatpflege Dieter Bongartz im Januar 2011 im Corneliushaus in Dülken vor. Er sagte damals: "Ich bin Lokalpatriot, und Dülken ist eine viel zu unbekannte, schöne Stadt mit eigenartigen närrischen Traditionen." Zur Eröffnung des "Viersener Salons" in der Villa Marx zeigte der Heimatverein Dokumentationen von Bongartz, seitdem sind seine Märchenfilme immer wieder Thema im Cinema Villa Marx.

Eine besondere hohe Ehrung erfuhr Bongartz im September dieses Jahres: Die Narrenakademie Dülken, der er seit 2002 als korrespondierendes Mitglied angehörte, promovierte ihn zum "Doctor humoris causa". Rector magnificus Dr. Volker Müller freute sich, "dass Dieter Bongartz es als wichtige Aufgabe ansieht, seine Vaterstadt weltberühmt zu machen".

Zu diesem Zeitpunkt war Dieter Bongartz bereits schwer krank. Mit seiner Frau Marita und seiner Familie trauern alle, die ihn kennen lernen durften.

(flo)
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