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Viersen
Durch Kunst schlendern

Viersen. "Viersen°open art": Sieben Stunden Zeit für Kreatives und Kulinarisches Von Sigrid Blomen-Radermacher

Zum dritten Mal haben Uwe Peters und seine Mitstreiter das Kunstfestival am Lyzeumsgarten auf die Beine gestellt. 40 Aussteller aus Viersen, Mönchengladbach und dem Rest von Nordrhein-Westfalen zeigten gestern bei Wind, Sonne und einigen Regentropfen ihre Bilder, Fotografien, Collagen, Skulpturen und Bücher unter kleinen, dicht nebeneinander stehenden Pavillons.

Und die Viersener strömten herbei - und einige von ihnen mit einem kleinen Bild unter dem Arm wieder hinaus. "Das würd' ich mir auch aufhängen", war mancherorts zu hören.

Ex-Bürgermeister Günther Thönnessen, mittlerweile unter die Bildhauer gegangen, hatte die Schirmherrschaft übernommen und zeigte sich von der Aktion begeistert: "Wenn wir in der Südstadt nicht solche Leute hätten ..." und wünschte "viel Spaß und südstadtmäßig Seele atmen". Bei Musik, Kuchen, Getränken folgten die Viersener seinem Rat, ließen es sich gut gehen und schlenderten an den Ständen entlang. Die Aussteller diskutierten mit den Besuchern, die Besucher miteinander. Gut hat die Intendantin Sabine Schumacher, die für die Auswahl der Künstler zuständig ist, daran getan, mit der Einladung an "Werkstattgeflüster" frischen Wind in Viersens°open art zu bringen. Hinter "Werkstattgeflüster", so der Name ihrer Facebookseite, verbergen sich die Streetartisten Parlé, Artic & Yart aus der Gegend um Dortmund. Sie waren an der Gestaltung des Tunnels unter der Bahn in Viersen beteiligt. Vor Ort fertigten sie kleine und großformatige gesprayte Gemälde, weniger Graffiti im herkömmlichen Sinne. Immer wieder mussten sie ihre Arbeit unterbrechen, um sich Fragen der Besucher zu stellen.

Auch Dagmar Grützmacher nutzte die Zeit auf dem Viersen°open art, um zu arbeiten. Sie malt in altmeisterlicher Manier täuschend echte Bilder, beispielsweise Stillleben. Ihre Eier- und Eierschalenbilder lassen schmunzeln. Die Fotografien von Thomas Gerwert beschäftigen sich mit dem Thema "lost places". So nimmt er beispielsweise in einer alten Schiffswerft den Blick durch die zersplitterten Fenster auf die leuchtend grünen Bäume auf. Eine weitere Besonderheit waren die Arbeiten von Schülern der Anne-Frank-Gesamtschule und des Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasiums, die unter Anleitung von Emil Schult witziges Kunstgeld gestaltet hatten.

Quelle: RP
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