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Niederkrüchten
EGE: Ärger um Besetzung des Aufsichtsrats

Niederkrüchten. Übergangen fühlen sich kleine Fraktionen in der Gesellschaft Energie- und Gewerbepark Elmpt Von Jochen Smets

In den kleinen Ratsfraktionen von CWG, FDP und Linke regt sich Unmut über die Besetzung des Aufsichtsrats der Entwicklungsgesellschaft Energie- und Gewerbepark Elmpt mbH (EGE). Als Vertreter der Gemeinde gehören dem Aufsichtsrat Bürgermeister Kalle Wassong (parteilos) sowie Johannes Wahlenberg (CDU), Wilhelm Mankau (SPD) und Marianne Lipp (Grüne) als Vertreter der drei stärksten Fraktionen an. Die CDU hat im Rat 14 Sitze, die SPD kommt auf zehn und die Grünen auf vier. CWG, FDP und Linke haben jeweils zwei Mandate. Bei der Besetzung der Stellvertreter für die drei Ratsmitglieder wären die kleinen Fraktionen gern zum Zuge gekommen. Doch auch hier setzten sich die großen Fraktionen mit ihrer Mehrheit durch. Sie benannten Werner Hommen (CDU), Jörg Stoltze (SPD) und Christoph Szallies (Grüne) als Stellvertreter.

Jörg Lachmann, Fraktionschef der CWG, war darüber sehr verärgert. Das Verhalten der größeren Parteien sei "zutiefst enttäuschend". Hier gehe es wohl vor allem "um Pöstchen". Dies fördere die Politikverdrossenheit. Die kleineren Parteien und Wählergemeinschaften könnten und wollten sich an solchen "Machtspielchen" nicht beteiligen, so Lachmann. Ebenso wie die CWG, stimmten FDP und Linke gegen die Besetzung der Stellvertreterposten durch CDU, SPD und Grüne.

Johannes Wahlenberg (CDU) und Wilhelm Mankau (SPD) wiesen die Vorwürfe zurück. Hier gehe es nicht um Machtspiele, betonte Wahlenberg. Die Entscheidung sei nach fachlichen Kriterien gefallen. Das Thema sei "zu wichtig für Symbolpolitik". Mankau ergänzte, dass die Entwicklungsgesellschaft ein starkes Rückgrat brauche. Hier hätten die stärkeren Parteien einen besseren Zugriff.

Beteiligt an der Entwicklungsgesellschaft sind die Gemeinde Niederkrüchten, der Kreis Viersen und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises. Ziel ist es, die Kräfte und Interessen zu bündeln und den Konversionsprozess auf dem Flughafengelände gemeinsam in den Verhandlungen mit Land und Bund voranzutreiben.

Quelle: RP
 
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