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Viersen
Ehemaliger FDP-Ratsherr Georg Prigge ist tot

Viersen. Im Alter von 79 Jahren ist der ehemalige FDP-Ratsherr Ernst Wilhelm Georg Prigge am vergangenen Montag verschieden. In tiefer Trauer hinterlässt er seine Frau Waltraud, geborene Janz, sowie fünf Kinder und mehrere Enkel. Prigge wird von Parteifreunden als "aufrechter Liberaler" beschrieben, der feste Überzeugungen und stets konkrete Vorstellungen hatte. 1970 ist er in die FDP eingetreten, fünf Jahre später war er bereits Fraktionsvorsitzender im Nettetaler Rat - nachdem die Stadt im Zuge der kommunalen Neugliederung sich neu finden musste. Der gelernte Bauingenieur begleitete das Zusammenwachsen der Stadtteile mit vielen konkreten Vorschlägen, die am Ende Nettetal mitprägen sollten. Dabei sei er stets um einen Ausgleich bemüht gewesen, damit die "Kirchtürme" in den Stadtteilen nicht zu groß und die Vorbehalte abgebaut werden würden.

Ein ähnliches Ziel verfolgte er 1989, als die Mauer in Berlin fiel. Es war Prigge, der noch im selben Jahr die Städtepartnerschaft Nettetals mit Rochlitz in Sachsen begründete. Damit wollte er eine Brücke schlagen zwischen dem "Osten" Deutschlands und dem Westen und folgte dafür der Bundesstraße B 7, die einst Kaldenkirchen und Rochlitz verband. Kontakte nach Sachsen gab es auch über die evangelische Kirche: Prigge war stark im Presbyterium in Kaldenkirchen engagiert und beeindruckte nicht nur da mit seinem starken Charakter: Von zwei schweren Schlaganfällen ließ er sich nicht entmutigen, sondern überwand durch Willenskraft alle Folgen - um auch im Alter mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und da zu sein: für seine Familie, für seine Freunde, für seine Partei und für Nettetal.

(jov)
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