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Viersen
Ein fröhlicher Rummelplatz für Narren

So war der Karnevalszug in Viersen
So war der Karnevalszug in Viersen FOTO: Busch
Viersen. 100 Gruppen, sieben Kapellen, jede Menge fröhliche Menschen und unendlich viele gut gelaunte Besucher. In Viersen zog der närrische Lindwurm " superkalifragilistischexpealigetisch" durch die Straßen. Von Et Leev Bianca

Es schneit. Der großen Mottowagen "Willkommen im Märchenland" geht unter im Schneegestöber. Schön wär's je gewesen, aber dieser Winter gebärdet sich eben närrisch und macht im Augenblick Frühlingsferien. Dutzende von Märchenfiguren jubelten daher im nur künstlich erzeugten Schneetreiben den Jecken am Straßenrand zu und ließen dann Kamelle regnen.

Winterwunderlich ging es auch ein Stückchen weiter zu. Der Freundeskreis Rickhof rollte ein gigantisches, aber vollkommen taufreies Iglu über die Straßen, aus dem kleine und große Eskimos winkten. Während hier noch kalendarisch der Winter herrscht, ist das Frühjahr längst beim Freundeskreis "Beste Früünde Querbeet" eingezogen. 18 Gärtner und sechs niedliche Gartenzwerge sorgten dafür, dass die Jecken am Straßenrand strahlten und ihren Spaß daran hatten, dass der kleinste Gartenzwerg in seiner roten Latzhose und der grünen Zipfelmütze gerade einmal zwei Jahre alt ist. "Gärtner und Gartenzwerge verteilen heute Bonbonberge", versprach einer der Gärtner und ließ seinen Worten auch Taten folgen. Kinder machten sich mit Begeisterung die eigens mitgebrachten Taschen voll. Auch viele Erwachsene griffen eifrig nach Süßigkeiten, die immer wieder auf sie herabregneten.

"Was für eine Arbeit in den Wagen steckt", staunte ein Besucher des Vierscher Tulpensonntagszugs, als die KG Hoseria vorbeizog. Ein über zwei Meter großer, mächtiger Elefant in Blau überragte das Bild, ihn umgaben jede Menge riesiger Blumen und ein augenzwinkernder Indianerkopf mit einem Auge als Herzchen geformt. "Das alles ist aus Pappmache", verriet Marco, der im Hippielook auf dem Wagen stand.

PS-starke Traktoren bewegten die schmucken Wagen - nicht aber beim Freundeskreis Viersener Hockeysport. Hier war Manneskraft gefragt. Die als Schornsteinfeger kostümierten Hockeyspieler zogen ihren Wagen mit der fröhlichen Mary-Popins-Landschaft per Muskelkraft. "Rund 600 Kilo" zogen die Sportler hinter sich her. Aus dem Kamin auf dem Wagen qualmte es, damit die über den Häusern dahinfliegende Mary Poppins in einer Nebelwolke verschwand. "Mir sin superkalifragilistischexpealigetisch", rief eine der vielen Mary Poppins lachend in die Menge. Fröhlich daher kam auch Ki Ka Kai a 02 aus Boisheim. "Wir angeln uns die vierte Mispel" malten sie in großen Buchstaben auf dem Aquarium mit den 28 Anglern.

Der Zug hatte sehr viele bunte und fröhliche Farbtupfer. Die Raupe Nimmersatt war umgeben von eleganten Schmetterlingen: Männer und Frauen der Dülkener Landjugend hatten sich enorm viel Mühe gegeben. Aus dem Hammer Bach entstiegen war der Neptun, der Elferrat saß im Drachenboot, aus dem Rahser war der Zoo herangerollt. Wandernden Trauben, bei denen Dutzende lilafarbene Ballons das Kostüm bildeten, und dazu Fässer für den gekelterten - zu sehen gab es für die Menschen an den Straßen reichlich. Vom Prinzenwagen grüßten von Prinz Edi I. und Ihre Lieblichkeit Daniela II. sowie das Kinderprinzenpaar Lennard I. und Kristina I. als strahlende Regenten, die mit Freude ihrem närrischen Volk zujubelten.

Quelle: RP
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