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Viersen
Ein Instrument lässt sich in jedem Alter lernen

Viersen. Viele Besucher lernten beim Instrumententag das Angebot der Kreismusikschule Viersen kennen. Von Lena Meyer

Zahlreiche Besucher nutzten den Instrumententag der Viersener Musikschule, um sich über Studienangebote zu informieren und Instrumente kennenzulernen. In den Unterrichtsräumen und im Rahmen kurzer Vorträge wurden Instrumente ausführlich vorgestellt, während Besucher sich in kleinen Konzerten ein Bild von der musikalischen Bandbreite des Einzel- und Zusammenspiels machen konnten.

Ursula Dortans-Bremm, Fachbereichsleiterin der Kreismusikschule, sieht den Instrumententag als guten Ausgangspunkt für eine tiefergehende Beschäftigung mit der Musik: "Hier bietet sich die Gelegenheit, Instrumente und die Stimme kennenzulernen. Man darf die Instrumente anfassen, ausprobieren und kennenlernen, vielleicht auch schon vorhandenes Wissen bestätigen oder erweitern."

Ziel sei es, das allgemeine Interesse an der Musik und dem Musizieren zu wecken und auch weniger bekannte Instrumente vorzustellen. Den pädagogischen Schwerpunkt lege die Musikschule dabei zwar auf Kinder- und Jugendbildung, erwachsene Schüler seien aber genauso willkommen. "Es stimmt nicht unbedingt, dass man als Erwachsener ein Instrument langsamer erlernt. Es kommt auf den Übungseifer an. In meinem Querflötenunterricht ist zum Beispiel eine Dame, die sich jetzt, nach ihrem Berufsleben, mit der Musik eine zusätzliche Beschäftigung erschlossen hat. Außerdem haben wir eine Erwachsenen-Gruppe, die regelmäßig Vorspiele gibt", so Dortans-Bremm.

Die Auswahl an Instrumenten scheint dabei unbegrenzt. Während die Kinder-Percussionband zum Beispiel die Möglichkeiten von Xylophon, Rasseln und Bongos vorstellten, zeigte Instrumentenbauer Wolfgang Steinbronn Holz- und Blechblasinstrumente wie Trompete und Querflöte. "Die Beliebtheit der Instrumente ist von Jahr zu Jahr anders. In diesem Jahr werden besonders Flöten gekauft, vor zwei Jahren waren es Trompeten", stellte Steinbronn fest. Er merke die Verschiebung der Interessen vor allem an den Instrumenten, die zur Reparatur in seine Werkstatt gebracht werden.

Die Wahl des Instruments ist ähnlich frei wie das Einstiegsalter, befindet Dortans-Bremm. "Die wichtigste Voraussetzung für einen guten Einstieg ist eine Art Grundmusikalisierung, wie wir sie zum Beispiel in der musikalischen Früherziehung oder den Trommelklassen anbieten. Aber auch jeder Erwachsene kann mit jedem Instrument anfangen, wenn das Interesse geweckt ist", so die Musikpädagogin. Der Instrumententag schuf dafür beste Voraussetzungen.

Quelle: RP
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