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Niederkrüchten
Ein Unikat für die Majestät

Niederkrüchten: Ein Unikat für die Majestät
Zum Auftakt des Heimat- und Schützenfestes marschierten die Antonius-Schützen mit König Horst Bremges zum Ehrenmal auf dem Friedhof. Zur Gefallenehrung legten sie einen Kranz nieder. FOTO: RPO
Niederkrüchten. Schützenkönig Horst Bremges und Königin Renate wurde zum Schützenfest der St.-Antonius-Bruderschaft Niederkrüchten mitten auf dem Rasen an der Theodor-Körner-Straße, der Königsallee, ein dickes Ei "gelegt". Von Paul Offermanns

"Das ist ein Unikat, es wird nach mir bestimmt kein König mehr bekommen", erfüllt die Überraschung Horst Bremges mit Stolz. Der außergewöhnliche Königsbogen, ein eiförmiges Gebilde, ist sechs Meter hoch. "Es war schön schwer, es in die Höhe zu bekommen", erzählt Willy Randerath jun., Präsident der Antonius-Schützen Niederkrüchten und Königsadjutant vom Dienst. Es steht am alten Firmensitz von Eier-Großhandel Görtz. Auch bei der Farbe der gedrehten Röschen wurde an Eier gedacht – Weiß für Eiweiß und Gelb für Dotter. Nach dem Klompenball bekamen die Schützen Görtz-Eier, in Schwarz-Rot-Gold und mit schwarzen Punkten als Fußbälle gekennzeichnet oder als Spiegelei zum Verzehr.

Hauptmann der Pickelhauben

Horst Bremges ist aus Rheydt zu Hause, heiratete 1976 nach Niederkrüchten und ist seit 1977 Mitglied im Pickelhaubenzug. Seit 15 Jahren ist er der Hauptmann dieser Truppe: "Da war es naheliegend, dass auch ich einmal König werden wollte." Seine Minister Dr. Reinhard Oelers (mit Hildegard) und Norbert Scheerers (mit Margrit) kommen ebenfalls aus dem Pickelhaubenzug. Die anderen Pickelhauben-Kollegen bildeten während der Kirmestage die Königsgarde. Mit von der Partie war der Waldnieler Offizierszug Blau-Rot. "Uns verbindet eine zehnjährige Freundschaft mit den Niederkrüchtener Pickelhauben", verrät Udo Höke. Als Horst Bremges als Krüchtener König in Overhetfeld zum Schützenfest zu Besuch war, wo er seinen eigentlichen Wohnsitz hat, meinte der dortige Vorsitzende Jörg Wolters lachend: "Wir haben einen Overhetfelder an die Niederkrüchtener ausgeliehen." Durch gute Kontakte zum Königshaus kamen Bruderschafts-Abordnungen der Elmpter und Overhetfelder ins Festzelt wie über Minister Dr. Reinhard Oelers Bruderschaftler und Karnevalisten aus Hehler und das Königshaus aus Kirpsel-Waldniel. Zum letzteren meinte Dr. Reinhard Oelers: "Ich bin aus Naphausen zu Hause."

Eine Besonderheit gab es bei der gestrigen Königsparade mitten im Ort. Ex-Könige zuhauf bildeten einen Ehrenzug. Ein Kinder-, ein Mädchen- und ein Schülerschützenzug marschierten mit. "Alle konnten wir mit Uniformen ausstatten", erzählt Willy Randerath junior: "Wir brauchen uns um den Nachwuchs keine Sorgen zu machen."

Auch in diesem Jahr unternahm die Bruderschaft viel, den festlichen Rahmen für das Schützenfest mit neuen Wimpelketten zu verschönern. "Damit statteten wir neue Straßenzüge aus", so Randerath. Freunde aus dem oberbayerischen Glonn feierten bereits zum fünften Mal die Krüchtener Kirmes mit. Sie zeigten sich bei den Umzügen in ihrer bayerischen Tracht.

Quelle: RP
 
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