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Viersen
Ein zauberhaftes Weihnachtsmärchen

Viersen: Ein zauberhaftes Weihnachtsmärchen
Die Aufführung der Schwanenprinzessin in der Festhalle begeisterte die Zuschauer: Mehr als 300 Tänzerinnen und Tänzer im Alter von drei bis Anfang 30 rissen das Publikum mit. FOTO: Busch
Viersen. Wenn verschiedenste Tanzformen in der Viersener Festhalle aufeinandertreffen und ein Ganzes ergeben, dann steht das traditionelle Weihnachtsmärchen der Tanzschule Fauth an: "Die Schwanenprinzessin" begeisterte. Von Bianca Treffer

"Es war einmal ein König", kaum sind diese Worte in der Viersener Festhalle zu hören, wird es mucksmäuschenstill. Alle Augen sind auf den Erzähler und den noch geschlossenen roten Vorhang gerichtet. Die Geschichte der in einen Schwan verwandelten Prinzessin Odette und des Prinzen Derek, der sie sucht, ist nahezu allen bekannt. In Kurzform, untermalt von einem Auftauchen des Zauberers Rotbart, der von zwei jungen Rittern abgeführt wird, ist die Vorgeschichte zu hören.

Sekunden später aber geht schon der Vorhang auf und gibt den Blick auf die ersten Tänzer frei: Odette als Kind an der Hand ihres Vaters und der junge Derek samt seiner Mutter sowie Prinzessinnen, Hausdamen und Kammerdiener. Einem schauspielerischen und tänzerischen Einblick in die Welt der königlichen Kinder und die Pläne der Eltern, sie später zu vermählen, folgt ein gekonnter Wechsel von den kindlichen Hauptpersonen zu den erwachsenen Darstellern - und damit nimmt das Schicksal von Odette seinen Lauf.

Mit "Die Schwanenprinzessin", setzte die Tanzschule Fauth am Wochenende die seit 1977 bestehende Tradition des Weihnachtsmärchens fort. Die gelungene Kombination aus erzähltem Märchen und getanzten Szenen mit Musik und Gesang unter der Regie von Inge und Saskia Fauth, bei der über 300 Tänzerinnen und Tänzer im Alter von drei bis Anfang 30 in die Kunst des Tanzes entführten, riss die Besucher mit. Begleitet von einer kunstvollen Videoshow und Lichteffekten tanzten sich die Darsteller in die Herzen der Zuschauer. Immer wieder faszinierend: Der Wechsel vom klassischen Ballett einschließlich des Spitzentanzes zu Tanzformen wie Hip Hop, Streetdance, Jazz, Zumba und Breakdance, bei denen die Beats durch und durch gingen.

Atemlose Stille beim Auftritt der Schwäne und ihrem Schwanenwalzer als auch beim Tanz des Mondlichts. Dagegen rhythmisches Mitklatschen bei den kleinen Kreuzrittern mit ihren Kettenhemden und roten Umhängen sowie den Fröschen. Niedlich anzusehen sind die kleinsten Schwäne, die, begleitet von großen Schwänen, auftraten. Tänzerinnen und Tänzern, die in den verschiedensten Tanzformen brillierten. Jede Performance bis ins kleinste Detail ausgearbeitet und fantastisch in Szene gesetzt, begleitet von ausgewählter Musik.

Perfekte Schrittfolgen, absolut synchron getanzt, Körperspannung, die nahezu fühlbar war. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen präsentierten die hohe Kunst des Tanzens - ob im klassischen oder modernen Bereich. Hinter der dargebotenen Leichtigkeit, die die Zuschauer erlebten, steckten dabei unzählige Trainingsstunden und die Tanzerfahrung von Jahren.

Die Darsteller präsentierten künstlerischen Hochleistung auf höchstem Niveau. Immer wieder herzallerliebst anzusehen die jüngsten Darsteller der Tanzschule Fauth. In den unterschiedlichsten Kostümen zeigten sie die Anfänge des klassischen Balletts und der modernen Tänze. Ein Highlight waren wieder einmal die Kostüme. Ob Pfaue, Mäuschen, Prinzessinnen, Turtles, Schmetterlinge, Schwäne, Wolken oder Libellen - die Kostüme mit ihren Tausenden von Paletten und Strasssteinchen erzählten von unzähligen Arbeitsstunden, bei denen etliche Eltern mit Hand angelegt hatten. Die immer wieder spontan auflaufenden Beifallsbekundungen für Tanz, Outfit, Musik und Choreographie spiegelten die Begeisterung der Besucher wieder, die es beim Finale nicht mehr ruhig auf den Plätzen hielt. Mit "Die Schwanenprinzessin" schloss die Tanzschule an die Erfolge der Vorjahre an.

Quelle: RP
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