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Serie Tag Des Offenen Denkmals (2)
Einblicke in eine alte Stadtvilla

Serie Tag Des Offenen Denkmals (2): Einblicke in eine alte Stadtvilla
Stuck-Ornamente an der Decke, ein wunderbares Treppenhaus aus Holz und vier Meter hohe Decken - das Wohnhaus an der Poststraße 1b hat vieles, was es von normalen Häusern unterscheidet. FOTO: busch
Viersen. Obwohl es mitten in der Stadt liegt, ist das Haus an der Poststraße 1b das perfekte Familienhaus. Es ist nicht nur schön, es bietet auch viel Platz und ist inzwischen grundsaniert. Von Ingrid Flocken

VIERSEN Ein denkmalgeschütztes Wohnhaus in Alt-Viersen, zweigeschossig und ohne Aufzug, dafür mit acht Zimmern - das genau suchte Peter Hauptmann, der neue Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung im Kreis Viersen, für seine Familie, als er aus dem Saarland hierher zog. Vor einem halben Jahr wurde er fündig, mitten in Viersen, an der Poststraße 1b, neben der Tanzschule Fauth und gegenüber dem Evangelischen Gemeindehaus.

Erst jetzt aber konnte er mit seiner Frau Jennifer und den Söhnen Emil (9), Moritz (7) und Oskar (5) einziehen. Das gesamte Haus musste saniert und in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden. Vermutlich sind die Hauptmanns die erste Familie, die dieses Haus bewohnt, und gerade darüber freut sich Denkmalpflegerin Ellen Westerhoff.

Der Bauherr, der Rentier Johann Heinrich Lüps, war 1903 unverheiratet und kinderlos gestorben. Auch danach tobten wohl keine Kinder durch das Treppenhaus, das von innen durch einen dekorativen Abschlusspfosten sowie das aufwendige Geländer auffällt. Das wird sich nun ändern. Das Ehepaar Hauptmann hat vor, die Treppenabsätze mit zu nutzen: Im ersten Stock zum Beispiel steht bereits ein Kicker. Im gleichen Geschoss liegen auch die modernen Badezimmer.

"Handwerk, Technik, Industrie", so heißt in diesem Jahr das Motto des Tag des Denkmals - und das Haus passt dazu vorzüglich. Denn Peter Hauptmann holte sich kompetente Handwerker, die die komplette Haustechnik von der Elektrik über das Wasser bis zur Heizung neu installierten, und in jedem Zimmer einen Internetanschluss.

Geblieben sind die Besonderheiten des vor mehr als 100 Jahren erbauten Hauses: die dekorativen Mettlacher Fliesen in Flur und Küche und im Erdgeschoss. Die beiden Einbauschränke, durch die man die Küche betritt und vor allem die wunderschönen und gut erhaltenen Stuck-Ornamente an den Decken der etwa vier Meter hohen Wohnräume.

Das Elternschlafzimmer liegt im zweiten Stock, die drei Jungs haben den ersten Stock für sich: jeder in seinem eigenen Zimmer, zur Straße hin sogar einen Balkon. "Dieses Haus bietet so viel Wohnqualität, man muss sich nur darauf einlassen", sagt Hausherr Peter Hauptmann.

Quelle: RP
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