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Niederkrüchten
Elmpt: Supermarkt-Frage reißt Gräben auf

Niederkrüchten. CDU-Fraktionschef Werner Hommen erklärte am Aschermittwoch, das Rennen sei völlig offen. Von Jochen Smets

Zu Anfang stand Franz Jansen noch einmal im Mittelpunkt: Mit einer Schweigeminute gedachte die Niederkrüchtener CDU beim traditionellen Aschermittwochstreffen einer ihrer herausragenden Persönlichkeiten. Jansen, der am 22. Januar im Alter von 80 Jahren verstorben war, leitete insgesamt 27 Jahre Ratsarbeit für die CDU, von 1994 bis 2009 war er Fraktionsvorsitzender. Jansen habe den Weg der Gemeinde entscheidend mitgeprägt, würdigte der heutige Fraktionschef Werner Hommen die Verdienste seines Vorgängers.

In Vertretung des erkrankten Parteivorsitzenden Bennet Gielen gab Hommen bei Fisch und Bratkartoffeln einen Überblick über die politischen Themen des letzten und des laufenden Jahres. Nach der verlorenen Bürgermeisterwahl "schauen wir nach vorn", betonte er. Es gelte nun, gemeinsam mit dem neuen Bürgermeister die Zukunft zu gestalten. Der Fraktionsvorsitzende gab sich zuversichtlich: Die Zusammenarbeit mit dem parteilosen Kalle Wassong "gestaltet sich bis jetzt sehr gut". In der Vollsortimenter-Debatte "haben wir eine Entscheidung, aber keinen Frieden", fasste Hommen die Situation zusammen. Trotz fast 40 Jahren kommunalpolitischer Erfahrung "kann ich mich nicht erinnern, dass ein Thema je so emotional diskutiert wurde und so tiefe Gräben aufgerissen hat", meinte er. Nun gehe es darum, am neuen Standort Heineland einen Supermarkt anzusiedeln. Rewe und Edeka hätten sich beide beworben. Der Rat habe zu entscheiden, wer zum Zuge kommt. Dies soll im Rahmen eines Bieterverfahrens geschehen. "Das Rennen ist völlig offen", so Hommen.

Die Flüchtlingssituation sieht er derzeit relativ entspannt. Auf dem Flughafengelände seien aktuell 350 Flüchtlinge untergebracht. Die maximale Kapazität für die Notunterkunft liegt bei 2500. Ab dem 1. Juli dieses Jahres wird die Notunterkunft in eine Zentrale Unterbringungseinrichtung überführt. Dann werden höchstens noch 1000 Flüchtlinge auf dem Gelände untergebracht. Verteilt auf die Gemeinde leben derzeit noch 130 Asylbewerber in Containeranlagen oder Wohngebäuden. Eindringlich mahnte Hommen, auf dem Flughafengelände parallel zur Flüchtlingsunterbringung die Entwicklung der geplanten Gewerbeflächen voranzutreiben. Die Konversion stehe auch bei Landrat Andreas Coenen ganz oben auf der Agenda, ergänzte der CDU-Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Marcus Optendrenk.

Die CDU ehrte zahlreiche Jubilare: Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden Christine Bors und Hubert Siegers ausgezeichnet. Eine Ehrung für 40 Jahre in der CDU erhielten Horst Bremges, Stephan Coenen, Heinz Krings, Johannes Wahlenberg sowie Regine und Reiner Beecker.

Quelle: RP
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