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Niederkrüchten
Emotionales Schützenfest für "King" Stephen Cross

Niederkrüchten. Drei Freunde, die auch begeisterte Modellflieger sind, beschlossen, König und Minister in Elmpt zu werden.

Bei der ökumenischen Andacht am neu gestalteten Kirchwegekreuz an der Wae wurde es Schützenkönig Stephen Cross so richtig warm ums Herz: Während der Zeremonie dachte er an seine englischen Großeltern. "Die haben bestimmt von oben auf mich herabgeblickt und sich gefreut", sinnierte der amtierende Schützenkönig der Schützenbruderschaft St. Laurentius und Hubertus. Er habe zwar, seit er 1976 mit seinen Eltern nach Elmpt kam, das Schützenwesen wahr genommen, "aber dass ich hier einmal Schützenkönig bin, hätte ich nie gedacht", sagte er stolz.

Dass die Elmpter Schützenbruderschaft nach dem offiziellen Vogelschuss im Oktober des vergangenen Jahres keinen neuen Schützenkönig hatte, sei auch keine Lösung, dachte er damals. "Dann machen wir das eben", beschloss er mit seinen Freunden Andre Optenplatz und Stefan Weertz. Alle drei kennen sich nicht nur aus der Bruderschaft. Sie sind auch begeisterte Modellflieger beim Modellsportverein Schwalbe.

Und die Entscheidung, in Elmpt aufzuziehen, entpuppte sich jetzt nach dem Schützen-Wochenende als goldrichtig. "Auch unsere Ehefrauen standen sofort hinter uns und haben die ganze Sache mitgetragen", sagte Stephen Cross.

Neben der Andacht am Wegekreuz waren die Kranzniederlegung und der "Große Zapfenstreich einer der emotionalsten Momente während des Schützenfestes für den Briten und seine Minster. Und dass die drei "Schwalben" auch feiern können, bewiesen sie bei den vielen super-guten Musikdarbietungen während des Festes. Ob mit der Partyband "California Blue" beim Klompen- oder beim Königsgala-Ball, der Marschmusik des Trommlercorps Arsbeck und des Oberkrüchtener Musikvereines "Frei Weg", der Livemusik der Band "Herzschlag" beim Dorfabend oder der Coverband "Jam" bei großen Schützenball - das Festzelt auf dem Adolph-Kolping-Platz war immer gut besucht, die Stimmung heizte sich stündlich auf.

Den letzten emotionalen Schub bekamen der König, die Minister und ihre Ehefrauen bei der Königsparade am Sonntag auf dem Rathausvorplatz. Zwar waren nicht so viele Besucher anwesend wie bei der Parade am Buckingham Palast zu Ehren der britischen Queen, doch "King" Stephen konnte den Hauch des König-Seins im Kingdom Elmpt tief einatmen.

(ivb)
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