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Niederkrüchten
Ende einer Ära bei der CDU Niederkrüchten

Niederkrüchten. Der langjährige Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten, Werner Hommen, gibt Ratsmandat ab

Es war ein trauriger Moment für die Niederkrüchtener CDU beim Aschermittwochstreffen: Unter großem Beifall wurde Werner Hommen von Parteichef Reinhardt Lüger und Hommens Nachfolger an der Fraktionsspitze, Johannes Wahlenberg, verabschiedet.

Wahlenberg nannte Hommen respektvoll "ein Urgestein" der CDU Niederkrüchten. Fast 25 Jahre gehörte Hommen dem Rat an. Mit ihm verliert die CDU - und die Niederkrüchtener Politik insgesamt - einen ihrer profiliertesten und klügsten Köpfe. Der 61-Jährige will aus privaten und beruflichen Gründen kürzer treten. Er hatte 2016 noch einmal eine neue berufliche Herausforderung angenommen und ist seither stellvertretender Direktor des NRW-Landtags in Düsseldorf und damit Vizechef der 300-köpfigen Landtagsverwaltung. Das bedeutet 60-Stunden-Wochen - das lässt sich mit dem zeitraubenden kommunalpolitischen Ehrenamt nicht Einklang bringen. Hommen hatte deswegen schon Ende 2016 den Fraktionsvorsitz an Johannes Wahlenberg abgegeben. Nun legte er auch sein Ratsmandat nieder. Für ihn rückt Klaus Walter in den Rat nach. Hommens kommunalpolitische Karriere begann 1978 in der Jungen Union. Schon 1979 wurde er als sachkundiger Bürger in den Bauausschuss berufen. 1984 zog er erstmals in den Rat ein - zunächst nur für eine Wahlperiode. Aus beruflichen Gründen - Hommen war Regierungsrat im Bundesbauministerium - zog er nach Bonn. 1999 gab er sein Comeback auf der kommunalpolitischen Bühne und er wurde erneut in den Niederkrüchtener Rat gewählt. Seither gehörte er dem Rat ohne Unterbrechung an, bestach vor allem mit profundem Wissen in Finanz- und Haushaltsfragen sowie mit geschliffener Rhetorik. Von 2004 bis 2009 war er unter Franz Jansen stellvertretender Fraktionsvorsitzender, ehe er 2009 die Fraktionsführung übernahm.

(jos)
 
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