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Brüggen
Energieberatung im Quartier

Brüggen. Kostenlose Informationen für die ersten zehn Hausbesitzer der Kahrstraße

Eine Erhöhung der Sanierungsquote möchte die Klimaschutzmanagerin der Burggemeinde Denise Lange durch eine Vor-Ort-Energieberatung erreichen. Dem liegt das Handlungsfeld "Planen, Bauen, Sanieren" des Klimaschutzkonzeptes der Gemeinde Brüggen zugrunde. In einem ersten Schritt soll zunächst das Gebiet rund um die Kahrstraße in Bracht die Möglichkeit erhalten, über die Verbraucherzentrale NRW einen günstigen Beratungspreis und eine unabhängige Beratung zu bekommen. Das Quartier wurde ausgewählt, da es eine relativ einheitliche Gebäudestruktur und einen gleichartigen Sanierungsstand hat. Die Verwaltung teilt mit, dass statt der üblichen 180 Euro für diese Beratung dann nur 60 Euro fällig sind.

Die Energieexperten der Verbraucherzentrale prüfen vor Ort, wie es um die Heizung beschaffen ist, welche Wärmedämmmaßnahmen sinnvoll sind und ob sich Investitionen in alternative Techniken wie Solarthermie, Wärmepumpe oder Holzpelletheizungen lohnen. Anbieterunabhängig wird ausgelotet, was im Einzelfall geeignet ist, welche gesetzlichen Vorschriften zu beachten sind und welche Fördermöglichkeiten sich bieten.

Bei Bedarf werden im Rahmen der Energieberatung auch zu Hause spezielle Fragen behandelt - beispielsweise zum sommerlichen Hitzeschutz. Abschließend erhalten die Eigentümer ein Beratungsprotokoll sowie kostenlose Informationsmaterialien. Dieses Angebot ist über die Verbraucherzentrale von jedem Bürger jederzeit nutzbar. Die aktuelle Aktion der Burggemeinde hat den Vorteil, dass die ersten Hausbesitzer im Gebiet der Kahrstraße, die eine Energieberatung buchen, von der Gemeinde gesponsert werden. Die Gemeinde will das dafür vorgesehene Geld als Teilprojekt des beschlossenen Klimaschutzkonzeptes investieren. Dieses wurde in der kürzlich stattgefundenen Bauausschusssitzung beraten.

Rolf Gersemann (AWB) regte an, dass dieses Angebot auch für Borner und Brüggener Bürger gemacht werden solle. Die Ausschussmitglieder schätzten, dass über 15 "Quartiere" eingeteilt werden können, falls Interesse der Hausbesitzer besteht. Hat die Aktion Erfolg, wird die Klimaschutzmanagerin ein weiteres Quartier auswählen. Einstimmig stimmte der Bauausschuss für die Kosten-Übernahme bei den ersten zehn Beratungs-Interessenten.

(bigi)
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