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Brüggen
Erdfrauchen sucht Mann

Brüggen. Winterquartier für ArasDer Natur- und Tierpark Brüggen ist in seine 52. Saison gestartet. Auf die Besucher warten wieder neue Tiere und eine Skateboard-Attraktion für Wagemutige. Von Kai Schmidt

Sie sind klein, haben kurze Beine, große Augenhöhlen und mit ihren spitzen Schnauzen das Zeug dazu, die neuen Publikumslieblinge im Brüggener Tierpark zu werden: die beiden Erdmännchen-Damen. Im braunen Kleid sitzen sie in ihrem Gehege und halten neugierig Ausschau. Nach Gästen, Futtertüten und den ersten Sonnenstrahlen, die der Wiederöffnung des Parks nach der langen Winterpause den passenden Rahmen verliehen haben. Endlich wieder geöffnet!

Das Betreiber-Ehepaar Stephan und Helga Kerren hat am Wochenende die Tore für die 52. Saison aufgeschlossen. "Auf der einen Seite freuen wir uns, dass es nun endlich wieder losgeht, auf der anderen Seite sehen wir, welche Arbeiten wir wegen des langen und kalten Winters noch nicht geschafft haben", erklärt Helga Kerren. Anstreichen und Reparieren war schwierig, manches muss deshalb während der Saison erledigt werden – dem Spiel und dem Spaß soll das freilich keinen Abbruch tun.

Auch in diesem Jahr warten auf die Gäste einige Neuheiten, an die Erdmännchen kam man dabei eher zufällig: Die erste Erdmännchen-Dame kam als Notaufnahme aus Eckenhagen nach Brüggen. "Sie kam in ihrer Truppe nicht klar", erzählt Kerren. Schnell fand sich eine Freundin, die wie vor einem Jahr Tierpfleger Thomas Elsner aus Halle/Saale an den Niederrhein umzog. "Nun warten wir noch auf einen jungen Mann für die beiden Damen. Er ist bestellt, ist aber noch nicht alt genug und kommt erst in ein paar Wochen zu uns."

Ihre neue Heimat haben die Erdmännchen hinter dem Pony-Gehege. Gleich in der Nachbarschaft freuen sich die Nasenbären über ein neues Felsengehege, das bald sogar noch größer werden soll. Auch auf dem Spielplatz gibt es eine neue Attraktion: den Aero-Skater, ein halbrund gebogenes Rohr mit Skateboard, das vor allem ältere Kinder und Erwachsene begeistern dürfte. Doch auch hier hat der Winter den Zeitplan durcheinander geschmissen: Der Beton des Skaters muss noch aushärten, Ostern kann's aber losgehen. Die Trampolin-Anlage hat im Winter zudem neue Tücher und Kissen bekommen, das Bistro einen Ofen, der im Frühling und Herbst für wohlige Wärme beim Imbiss sorgen soll.

Carlotta trauert um Hannibal

Neben der Freude über die Neuzugänge gab es für die Kerrens in der Winterpause aber auch sehr traurige Momente: Das zweijährige Kamel Hannibal, das im Tierpark geboren wurde und für das die RP-Leser seinerzeit den Namen ausgesucht hatten, starb. Ursache war vermutlich ein angeborener Herzfehler. "Wir sind unendlich traurig und sehen, wie Carlotta, die nun alleine ist, leidet. Wir suchen nach einem neuen Hengst, aber das ist zu dieser Jahreszeit schwierig."

Quelle: RP
 
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