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Niederkrüchten
Erstmals ist ein König auch Bezirksschützenkönig

Niederkrüchten. Die St.-Hubertus-Bruderschaft in Heyen feiert ihr Fest mit König Rene Rombey. Von Paul Offermanns

Das Schützenfest der St.-Hubertus-Bruderschaft Heyen begann mit einer ärgerlichen Panne. Das Hauptstromkabel zum Festplatz war gestohlen worden. Nachdem es ersetzt war, feierten die Schützen eine störungsfreie Kirmes bei traumhaftem Wetter.

Mit der Heyener Kirmes klingt die Schützenfestsaison im Bezirksverband Niederkrüchten aus. Der "Extrazug Laar" übernahm beim Königsgalaball im Festzelt die Thekenbedienung, ein Service der Laarer Nachbarbruderschaft St. Petri an allen Tagen. Besonders intensiv feierten die Roten Husaren: Der Zug der Heyener Bruderschaft besteht 30 Jahre und nimmt in der Sektion eine besondere Stellung ein. "Zum fünften Mal in Folge stellen wir den Schützenkönig", erklärte Schützenkönig Rene Rombey.

Das Schützenwesen wurde ihm in die Wiege gelegt. Denn als er vor zwei Jahren in Heyen den Vogel abschoss, setzte er eine Familientradition fort. König wurde er, wie vor ihm schon sein Vater Peter und vor allem sein Onkel und Bundesschützenkönig Klemens Willms. "Einmal Schützenkönig" zu sein, reichte dem Heyener Regenten aber nicht. Mit sportlichem Ehrgeiz und ruhiger Hand setzte er sich gegen neun Mitbewerber im Bezirk durch und wurde Bezirks-Schützenkönig. Das sorgte für ein Novum: Er ist der erste König im Bezirk, der mit dem eigenen Schützenfest das Bezirkskönigssilber tragen kann.

Der Hofstaat des Königspaars Rene und Angelika Rombey mit den Ministerpaaren Jacky und Trude Vollekier sowie Michael Bohnen und Dorothe Voss feierte mit der gesamten Bruderschaft und Gästen in guter Atmosphäre einige schöne Ballnächte. Dabei hatte der König es nicht weit. Er konnte sozusagen vom Zelt aus gleich ins Bett fallen. "Kürzer geht es nicht mehr", sagte er schmunzelnd mit Blick auf das Wohnhaus gegenüber dem Zelt.

Die Heyener sparten dadurch den Festmaien: Sie stellten seinen Königsmaien am Festzelt auf. Seine Majestät Rene hat eine schneeweiße Königsresidenz mit 3300 gedrehten Röschen. Insgesamt 6000 Röschen wurden für die Sektion gefertigt. "Über die Farbe des Königsbogens entschied meine Frau", sagte er. Dem Königshaus voran gingen die beiden Blumen-Mädchen Svenja und Kim Mewissen.

Quelle: RP
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