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Kreis Viersen
Fahrverbote: Handwerker fordern Ausnahmeregeln

Kreis Viersen. Die Kreishandwerkerschaft Niederrhein warnt davor, dass Fahrverbote für Dieselfahrzeuge viele der mehr als 12.000 Handwerksbetriebe in der Region in ihrer Existenz bedrohen. Gestern hatte das Bundesverwaltungsgericht Leipzig entschieden, dass Städte Fahrverbote erlassen dürfen. "Als Kreishandwerkerschaft fordern wir die Kommunen auf, zunächst alle anderen Möglichkeiten auszuschöpfen, etwa die Anschaffung von Elektrobussen oder den Ausbau des Radwegenetzes", sagte Hauptgeschäftsführer Paul Neukirchen. IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz erklärte: "Wir bieten uns als Partner an, um gemeinsam daran zu arbeiten, die Luftqualität in den Städten zu verbessern und die Betriebe dabei so wenig wie möglich einzuschränken." Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU im Kreis Viersen (MIT) bedauerte das Urteil. Viele Pendler im Kreis hätten sich bewusst für den Kauf eines Diesels entschieden, so der Vorsitzende Maik Giesen: "Für sie kämen Fahrverbote einer Enteignung gleich."
(mrö)
 
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