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Niederkrüchten
Fall Fritz: Zehn Jahre Haft für ehemaligen Nachbarn

Niederkrüchten. Im Fall des getöteten Nato-Soldaten Laurens Fritz (30) hat ein Gericht in Roermond am Freitag ein Urteil gefällt. Wie niederländische Medien berichten, muss der 48-jährige mutmaßliche Täter wegen Totschlags für zehn Jahre ins Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft hatte zwölf Jahre Haft gefordert. Laurens Fritz war niederländischer Staatsbürger und lebte bei seinen Eltern in Elmpt. Für sich selbst war er dabei, in Eigenleistung ein Haus im Bungalowpark "Reewoude" im Meinweg-Gebiet zu bauen.

Am 9. September 2011 hatten ihn Angehörige und Freunde als vermisst gemeldet, einen Tag später war sein Auto auf einem Parkplatz im Naturpark Meinweg gefunden worden. Die Polizei ging schnell von einem Verbrechen aus und durchkämmte systematisch den Naturpark. Dabei stießen die Ermittler sogar auf eine große und professionell angelegte Hanfplantage in einem alten Bunker. Laurens Fritz aber blieb verschwunden.

Am 1. November 2011 nahmen die Beamten den 48-Jährigen unter dringendem Tatverdacht fest. Ermittlungen hatten ergeben, dass der Mann als Nachbar von Fritz im Bungalowpark diesem bei seinem Bau geholfen hatte. Nach Berichten niederländischer Medien soll es dabei finanzielle Streitigkeiten gegeben haben. Demnach soll Fritz seinem Nachbarn Geld gegeben haben, mit dem dieser Rechnungen begleichen sollte, was aber nicht geschah.

Am 16. November 2011 wurde bei einer neuerlichen Suchaktion die Leiche von Laurens Fritz in einem Maisfeld hinter den Bungalows entdeckt. Laut Obduktion war Fritz an Gewalt gegen Hals und Kopf gestorben. Der 48-Jährige hatte im Prozess nicht auf Fragen geantwortet, sondern nur seine Unschuld beteuert.

(ago)
 
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