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Brüggen
FDP schlägt neues Bad für Brüggen vor

Brüggen: FDP schlägt neues Bad für Brüggen vor
Das Lehrschwimmbecken in Bracht. Bis 2015 wurde es von Schulen und Vereinen genutzt, vorübergehend stellte die Gemeinde dann dort Turngeräte unter. Denn in der benachbarten Turnhalle wurden Flüchtlinge untergebracht. Für Schulen ist das Bad jetzt wieder zugänglich, nicht aber für die Vereine. FOTO: Franz-Heinrich Busch
Brüggen. Die Hallenbäder in Brüggen und Bracht sind in die Jahre gekommen. Über die Kosten für notwendige Reparaturen wird seit langem diskutiert. Jetzt schlägt die FDP vor, zwischen Brüggen und Bracht einen modernen Neubau zu errichten Von Birgitta Ronge

Über die Wirtschaftlichkeit der beiden Schwimmbäder in Brüggen und Bracht wird seit langem diskutiert. Jährlich bescheren das Hallenbad in Brüggen und das Lehrschwimmbecken in Bracht der Gemeinde ein Defizit von rund 350.000 Euro. Und in beiden Einrichtungen stehen notwendige Reparaturen an. Die Gemeindeverwaltung lässt derzeit prüfen, was in beiden Bädern gemacht werden müsste und was das kosten würde.

Die Freien Demokraten schlagen vor, vielleicht besser ein neues Bad zu errichten, statt weiterhin Geld in die alten Bäder zu stecken. "Ein Neubau ist zukunftsweisender als dauerhafte Flickschusterei, sowohl im Brüggener Bad wie auch im Brachter Bad", erklärt die FDP. Sie hat einen Antrag an Bürgermeister Frank Gellen (CDU) geschickt, über den in der Ratssitzung am 29. September diskutiert werden soll.

Der Vorschlag der FDP: Eine Fachfirma solle eine erste grobe Schätzung abgeben, was der Neubau eines großen Schwimmbeckens kosten würde und wie hoch die Betriebskosten wohl wären. Die Verwaltung solle ermitteln, welche Einnahmen die Gemeinde durch den Verkauf der Fläche erzielen könnte, auf der sich das Schwimmbad Brüggen jetzt befindet, und sie soll Vorschläge machen, auf welchem Grundstück zwischen Brüggen und Bracht ein neues Schwimmbad gebaut werden könnte.

Der Antrag solle "ein Impuls sein, auch darüber zu diskutieren", erklärte FDP-Fraktionschef Andreas Bist gestern im Gespräch mit unserer Redaktion. Schließlich habe es immer geheißen, es müssten alle Zahlen zusammengetragen werden, wenn man die Wirtschaftlichkeit der Bäder genau betrachten wolle. Und da wolle man doch alle Fakten kennen - "nicht immer nur häppchenweise", so Bist. Mit Blick auf die steigenden Instandhaltungs- und Sanierungskosten für beide Bäder könne sich seine Fraktion ein neues Bad sehr gut vorstellen. "Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende", so Bist. Da es innerorts kaum geeignete Flächen gebe, habe die FDP vorgeschlagen, ein Grundstück zwischen Brüggen und Bracht zu suchen, erläuterte er. Seine Fraktion schlägt vor, ein Becken mit sechs Bahnen à 25 Meter zu planen. So könnten zwei Vereine dort gleichzeitig trainieren, jeweils drei Bahnen belegen. In dieser Zeit müsste kein Schwimmmeister dabei sein, was die Personalkosten reduzieren würde. Und weil zwei Vereine gleichzeitig trainieren könnten, würde an anderer Stelle Zeit frei werden für den öffentlichen Badebetrieb - was Einnahmen bringt.

Die wirtschaftliche Lage der Bäder soll im Betriebsausschuss Thema sein. Er tagt erst wieder Anfang November. Wie die Gemeindeverwaltung berichtet, seien die dazu notwendigen Kostenermittlungen derzeit noch in Arbeit. Die Verwaltung empfiehlt in ihrer Vorlage für die Ratssitzung Ende September, die Ergebnisse dieser Kostenermittlung abzuwarten. Für den Fall, dass aus Gründen der Wirtschaftlichkeit der Betrieb beider Bäder nicht mehr gewährleistet werden könne, sollte vorab schon geprüft werden, wie Bedarf und Schwimmbadkapazität verbinden könnte. Einer Prüfung, ob nicht ein neues Schwimmbad die beste Lösung sei, steht die Gemeindeverwaltung nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber: Sie empfiehlt dem Rat, über den Antrag der FDP hinaus diese Überlegungen nicht nur für Brüggener Gemeindegebiet anzustellen, sondern auch die Möglichkeit der interkommunalen Zusammenarbeit zu prüfen. Dazu will die Verwaltung in der Ratssitzung weiter berichten. Sie legt dem Rat noch keinen Beschlussvorschlag vor - je nachdem, wie er sich positioniere, solle im Betriebsausschuss weiter über die Thematik gesprochen werden.

Quelle: RP
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