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Viersen
Festhalle wird zum Tanzsaal

Viersen. Das "Swing Dance Orchestra" entführte in die Zeit der großen Big Bands

Fast wäre Bandleader Andrej Hermlin nicht mehr zeitig in die ausverkaufte Festhalle gekommen: Während das "Swing Dance Orchestra" auf ihn wartete, geriet er mit seinem Auto in eine Vollsperrung. Aber dann lief doch alles glatt, und das dritte Konzert der Berliner in Viersen konnte mit Count Basies "One O'Clock Jump" von 1937 planmäßig beginnen.

Sofort fühlte man sich in die Zeit der großen amerikanischen Big Bands versetzt. Es klang wie einst bei Benny Goodman, Artie Shaw, Count Basie oder Glenn Miller. In deren Original-Arrangements erklangen Evergreens wie "Begin the Beguine", "In the mood", "American Patrol" und "On the Sunny Side of the Street". Für Abwechslung sorgten die Vokalbeiträge von Bettina Labeau und des Männer-Quartetts "The Skylarks", das gelegentlich mit Sängerin Viola Manigk ergänzt wurde.

Begeisterte Aufnahme erfuhr auch Hermlins Sohn David, gerade 15 Jahre alt. Als Sänger und Stepptänzer hinterließ er einen ausgezeichneten Eindruck. Auch im Orchester fehlte es nicht an Sängern, als Vokal-Duett agierten Bandleader Andrej Hermlin und Saxophonist Finn Wiesner. Schlagzeuger Michael Wirth brillierte nicht nur in "drumming man". Nach der Pause durfte getanzt werden. Schnell drehten sich die ersten Paare zu "Let's Dance". Jetzt wurden auch Lichteffekte beigesteuert, die im ersten Teil bewusst weggelassen wurden. Schließlich gab es so etwas zu den Zeiten von Glenn Miller und Kollegen noch nicht. Aber wer nicht tanzen mochte, kam auf seine Kosten, denn das Zuhören machte im zweiten Teil so viel Freude wie im ersten. Dafür sorgten beliebte Oldies wie "Take the 'A' Train", "Moonlight-Serenade" und "Chattanooga Choo Choo".

(gho)
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