| 00.00 Uhr

Viersen
Festliche Orchestermusik

Viersen. VIERSEN "Machet die Tore weit" war das Konzert des Pfarrorchesters St. Clemens überschrieben. Im übertragenen Sinn ist das fraglos eine sympathische Botschaft. Ganz wörtlich war die Aufforderung beim unwirtlichen Wetter am Sonntagnachmittag indessen nicht zu nehmen. Bei Kälte und Schneematsch war es schon besser, die Türen der St.-Clemens-Kirche geschlossen zu halten. Erfreulich war um so mehr der gute Besuch.

Neben dem Engländer Edward Elgar wurden drei deutschsprachige Komponisten zur Aufführung gebracht, die in England erfolgreich waren: Joseph Haydn, Georg Friedrich Händel und Felix Mendelssohn-Bartholdy. Für Elgars Orgelkomposition "The Vesper Voluntaries" hatte Kantor Bernd Cuypers eine interessante Orchesterfassung angefertigt. Unter seiner Leitung gelang dem Pfarrorchester eine überzeugende Wiedergabe.

Überhaupt gefiel das Ensemble durch gute Einstudierung und engagierte Spielfreude. Vier tadellose solistische Leistungen sind hervorzuheben. Orchesterleiter Cuypers spielte auf einer Truhenorgel den Solopart in Händels Orgelkonzert Nr. 1. Tonschön und gut artikuliert erklang bei Elgar das Klarinettensolo (Simon Icking). In Haydns 13. Sinfonie durften sich Angela Töller (Flöte) und Tobias Wollgarten (Violoncello) solistisch auszeichnen.

Insgesamt wurde Haydns 13. Sinfonie ebenso frisch und lebendig musiziert wie - zu Konzertbeginn - seine zweite. Mit erstaunlicher Sicherheit nahmen die Zuhörer die Herausforderung an, zwischen Elgar und Haydn Mendelssohns "In das Warten dieser Welt" vom Blatt zu singen. Da-Capo-Zugabe nach anerkennendem Beifall: Elgars Nr. 6 "Poco lento". (gho)

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Viersen: Festliche Orchestermusik


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.