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Viersen
Feuer in Unterkunft

Viersen: Feuer in Unterkunft
Zu einem Brand in einer Asylbewerberunterkunft wurde die Feuerwehr in der Nacht zum gestrigen Mittwoch gerufen. Beim Eintreffen der Wehr hatten alle Bewohner das Gebäude verlassen. FOTO: H. Ahlen
Viersen. Nach einem Brand am Marienplatz ermittelt die Polizei. Sie geht nicht von einem fremdenfeindlichen Hintergrund aus. Von Heike Ahlen

In der Nacht zum gestrigen Mittwoch ist gegen 0.45 Uhr ein Brand in einer Viersener Unterkunft für Asylbewerber am Marienplatz ausgebrochen. Beim Eintreffen der Feuerwehr hatten alle 16 Bewohner das Gebäude bereits verlassen und erwarteten die Helfer auf der Straße. Verletzt wurde niemand.

Verletzt wurde durch das Feuer niemand. In der Waschküche waren Wäsche, alte Lappen und Unrat in Brand geraten. FOTO: H. Ahlen

Dichter Rauch quoll aus dem Gebäude. Die Wehrleute konnten schnell ausmachen, dass sich der Brandherd in der Waschküche im Keller befand. Das Feuer war zu diesem Zeitpunkt bereits erloschen - eine geborstene Wasserleitung hatte die Flammen gelöscht. In Brand geraten waren Wäsche, alte Lappen und Unrat.

Noch in der Nacht hatte die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen. Im Laufe des Tages kristallisierte sich heraus, dass ein technischer Defekt ausgeschlossen werden kann. Ob es sich um eine fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung handelt, können die Ermittler nicht mit Bestimmtheit sagen. Da der Kellerraum unverschlossen und frei zugänglich war, können die Ermittler nicht sagen, ob sich Unbefugte Zugang zu den Räumlichkeiten verschafft haben.

Die zehn Erwachsenen und sechs Kinder hat die Stadtverwaltung Viersen kurzfristig anderweitig untergebracht. Zumindest solange, bis die Schäden, die durch Wasser und Ruß entstanden sind, beseitigt wurden.

Insgesamt leben zurzeit in den sechs Reihenhäusern am Marienplatz, die nach Auskunft eines Stadtsprechers der Viersener Aktienbaugesellschaft (VAB) gehören, 85 Menschen. Die benachbarten Häuser sind von dem Brand nicht in Mitleidenschaft gezogen worden, auch die gemeinsame Heizungsanlage ist intakt geblieben.

In größeren Flüchtlingsunterkünften sind Brandmeldeanlagen installiert, die im Brandfall automatisch die Feuerwehr informieren. In den kleineren Einheiten wie den Häusern am Marienplatz gibt es natürlich auch Rauchmelder - nur ohne direkte Verbindung zur Notrufzentrale - so, wie in den meisten anderen Wohnhäusern auch. Jedes genutzte Haus verfügt zudem über ein Notfall-Telefon, in dessen Nähe die Notrufnummern aufgeschrieben sind. Diese sind auch in unterschiedlichen Sprachen erläutert, so dass jeder - auch wenn er sich noch nicht auskennt und nicht die deutsche Sprache beherrscht - bei einem Feuer oder Notfall in der Lage ist, die Hilfskräfte zu alarmieren.

Quelle: RP
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