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Viersen
Feuerwehr Viersen rückt häufiger aus

Viersen: Feuerwehr Viersen rückt häufiger aus
Ein Wohnhaus in Boisheim brennt am 11. März 2014 völlig nieder. Ein technischer Defekt an einem Auto hatte den Brand ausgelöst. Verletzt wurde niemand. Zu insgesamt 14 Mittel- und Großbrände wurde die Feuerwehr vergangenes Jahr gerufen. FOTO: Günter Jungmann
Viersen. Die Ausrüstung auf Digitalfunk ist abgeschlossen, das Fahrzeugkonzept wird kontinuierlich umgesetzt und große Bauprojekte sind abgeschlossen. Die Feuerwehr Viersen blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurück. Von Bianca Treffer

"Hinter uns liegt ein einsatzreiches und arbeitsintensives Jahr", mit diesen Worten eröffnete Viersens Wehrführer Frank Kersbaum die Generalversammlung der Feuerwehr Viersen. Seine Aussage spiegelt die Einsatzstatistik des Jahresberichts wieder.

Es kam zu 93 Brandeinsätzen, 623 Hilfeleistungen und 149 Fehlalarmen. Damit rückten die Löschzüge Viersen, Dülken, Süchteln und Boisheim im vergangenen Jahr 865 mal aus. Das waren 44 Einsätze mehr als im Jahr 2013. Das Gros der Mehreinsätze erfolgte dabei im Bereich der Hilfeleistungen. Hier kletterte die Zahl um 112 Einsätze.

Zu erklären ist dies durch die vermehrte hohe Belastung aufgrund von Sturm- und Wasserschäden, zu denen die Feuerwehr ausrücken musste. "Die Zahl spiegelt dabei nur die Alarmierungen wieder. Bei einer Sturmalarmierung kommt es zu mehreren Einsätzen, die allerdings nicht einzeln gezählt werden", sagte der stellvertretende Wehrführer Hans-Jürgen Thevessen.

Auch die Unfälle zählen zu diesem Statistikbereich. Kersbaum erinnerte in diesem Zusammenhang an die Unfallserie in Boisheim, die Schwerstverletzte und einen tödlichen Ausgang mit sich brachte. "Die Boisheimer Kollegen leisteten vor Ort adäquate Hilfe", lobte er.

Die Brände selber nahmen drastisch ab. Die Zahl fiel um 85 Einsätze. Insbesondere im Bereich der Bagatellbrände wie Mülleimer und Container sank die Anzahl, aber dafür war die Intensität der anderen Brände größer. Es handelte sich allein um 14 Mittel- und Großbrände, die den Feuerwehrleuten einiges abverlangten.

Bei den Fehlmeldungen schlugen die Baumaßnahmen im AKH und Irmgardisstift zu Buche. Staubentwicklungen und Fehlsteuerungen der Anlagen sorgten für eine Steigerung der Fehlmeldungen. Froh zeigte sich Kersbaum über die Ertüchtigungen der Feuerwehrgerätehäuser.

In Rekordzeit erhielt Boisheim sein neues Feuerwehrgerätehaus. Im Rahmen der schrittweise Sanierung der Dülkener Wache wurden die sanitären Anlagen erneuert und das Gerätehaus Rahser verfügt jetzt über einen modernen Fahrzeughallenanbau am Altstandort, das im April in Betrieb genommen wird. Große Schritte gab es in Sachen Digitalfunk. Alle Fahrzeuge verfügen über die neue Technik, und auch die Leitstelle ist umgerüstet. In Viersen ist man bestens gerüstet und wartet auf den offiziellen Startschuss zur Umstellung durch das Land.

Kersbaum sprach auch die Weiterbildung an. So kam es zur sogenannten Heißausbildung bei der über 120 Feuerwehrleute eine Realbrandausbildung erfuhren. Eine weitere große Trainingseinheit war die Großübung auf einem Firmengelände.

In der Jugendfeuerwehr zeigt sich die Feuerwehr mit 28 Jugendlichen weiterhin gut aufgestellt. Wobei die Jugendfeuerwehr einen wichtigen Part in Sachen Nachwuchs darstellt. Rund 80 Prozent wechseln nämlich mit der Volljährigkeit in die große Wehr. In Sachen Ausbildung von Feuerwehrleuten beginnt im Mai ein neuer Grundlehrgang mit zwölf Anwärtern. "Was aber nicht heißt, dass wir genügend Feuerwehrleute haben. Wir suchen immer Nachwuchs, Frauen, wie Männer", betonte Kersbaum bei der Präsentation des Jahresberichts.

Derzeit zählt die Viersener Feuerwehr insgesamt 471 Feuerwehrleute, wobei es 274 ehrenamtliche Feuerwehrmänner, zehn ehrenamtliche Feuerwehrfrauen sowie 56 hauptamtliche Feuerwehrmänner sind. Dazu kommen 103 Angehörige der Ehrenabteilung und die 28 Jugendlichen der Jugendfeuerwehr.

Quelle: RP
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