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Viersen
Feuerwehrleute bitten um Lebensmittel

Viersen. Die Feuerwehren im Kreis Viersen sammeln morgen in ihren Gerätehäusern Konserven, Geld und Sachspenden. Sie unterstützen die Rumänienhilfe Vorst, die die Hilfsgüter ins 1700 Kilometer entfernte Caransebes bringt Von Nadine Fischer und Peter Müller

Es ist alles vorbereitet, die letzten Absprachen sind getroffen. Die Freiwilligen Feuerwehrleute, auch die Einsatzkräfte und die Mitglieder der Jugendfeuerwehr im Kreis Viersen, stehen zusammen mit dem Team der Rumänienhilfe Vorst bereit, um morgen, 25. November, von 10 bis 13 Uhr wieder an örtlichen Feuerwehrgerätehäusern die hoffentlich zahlreich eintreffenden Lebensmittel- und Sachspenden anzunehmen. Auch in den Gerätehäusern in Viersen, Dülken, Süchteln und Boisheim warten die Helfer auf Spender.

Gesammelt werden - dies geschieht sehr erfolgreich schon seit 25 Jahren - Lebensmittel, vor allem länger haltbare wie zum Beispiel Konserven aller Art und auch Süßigkeiten (Mindesthaltbarkeitsdatum bis mindestens 5/2018) und Produkte, die für die Versorgung von Kindern geeignet sind - vor allem Windeln und Wickelzubehör, Fertigbreie oder ähnliche Produkte. Auch Kinderbekleidung ist in Rumänien sehr willkommen.

Ein soziales Netz wie bei uns in Deutschland existiere in Rumänien nicht, sagen die Organisatoren der Sammelaktion. Vor allem die ganz Alten und die ganz Jungen litten teilweise große Not. Warme Mahlzeiten und regelmäßige Ernährung seien in vielen Sozialeinrichtungen, wie zum Beispiel in Kindertagesstätten, Suppenküchen oder in Altenheimen, nicht an der Tagesordnung.

"Hier ist die Hilfe vom Niederrhein sehr willkommen und hilft, dafür zu sorgen, dass die bedürftigen Menschen in der Region von Caransebes in Rumänien die Möglichkeit haben, ein schönes Weihnachtsfest zu erleben", sagt Markus Hergett, Pressesprecher der Tönisvorster Feuerwehr. Durch das ehrenamtliche Engagement der Freiwilligen Feuerwehrleute und der Rumänienhilfe Vorst sei es möglich, diese erprobte und aufwendige Aktion durchzuführen - als Form der gelebten Nächstenliebe.

"Wenn eine Feuerwehr im Kreis-Gebiet ein Projekt fördern möchte und dahinter steht, sind wir anderen sehr solidarisch. Dann machen wir mit", sagt Frank Kersbaum, Leiter der Viersener Feuerwehr. In den Gerätehäusern auf Viersener Stadtgebiet seien für die Aktion schon viele Lebensmittel, Spielzeug und auch Geld gesammelt worden. "In den vergangenen Jahren lief es immer gut." Von Viersen aus fahre immer ein "gut gefüllter" 7,5-Tonner nach St. Tönis. Hans Holtschoppen, Leiter der Rumänienhilfe Vorst, betont: "Nur durch die zahlreichen Spender und die ehrenamtlichen Helfer können wir diese karitative Aktion schon so lange durchführen und den Hilfsbedürftigen in Rumänien wenigstens zum Weihnachtsfest eine warme Mahlzeit übergeben!"

Zudem werden auch Geldspenden gesammelt. Aus diesen Mitteln werden die Transportkosten in die 1700 Kilometer entfernte Region Caransebes bestritten. Verwaltungskosten oder ähnliche Aufwendungen werden aus den Spendengeldern nicht bezahlt. "Ihre Zuwendung kommt eins zu eins den Menschen vor Ort zu Gute", versprechen die Verantwortlichen.

Quelle: RP
 
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