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Viersen
Flüchtlinge und Südstädter gärtnern gemeinsam

Viersen. Vier junge Männer aus Eritrea greifen zu Spaten und Hacke. Sie können schon recht gut Deutsch, der 18-jährige Habtom und seine Freunde sind in der Landwirtschaft aufgewachsen und so hat Dorothee Reuther durchaus sachkundige Helfer für ihr Gemeinschaftsprojekt der Südstadt, "Josefsgarten". Als der rund 500 Quadratmeter große Garten der Städtischen Realschule an der Josefskirche vor drei Jahren vom Land aus dem Lehrplan geworfen wurde, fand sich niemand, der sich um ihn kümmerte. "Dabei sind die Arbeiten im Garten gerade für die praxisorientierten Realschüler wichtig", meint Dorothee Reuther, Mitarbeiterin im städtischen Jugendamt.

Die Diplom-Pädagogin hat sich nun an die in Viersen lebenden Flüchtlinge gewandt, außerdem die Integrationsklassen der Realschule mit eingebunden. "Darf ich dabei auch singen?", bat sie ein Mädchen aus Aserbaidschan. Sie war es zu Hause gewohnt, bei der Landarbeit zu singen. Sie durfte.

Stehen bleiben sollen der alte Apfelbaum und der Pflaumenbaum, neu gepflanzt werden Gemüsesorten: "Die werden gemeinsam gesetzt und geerntet." Die Verantwortung für den "Josefsgarten" liegt beim Südstadtbüro, dessen Leiterin Patricia Jessen 1800 Euro aus dem Verfügungsfonds gab und sich nun freut: "Dies ist eine Bereicherung der Südstadt." Am Josefsgarten sollen möglichst viele Bürger mitwirken. Holz für das neue Hochbeet hat die Firma Holz Mevissen spendiert, nun sucht Dorothee Reuther mehrjährige Stauden und vor allem einen gut erhaltenen 1000-Liter-Wassertank.

Dringend angewiesen ist Reuther auf ehrenamtliche Mitarbeiter, die während der Öffnungszeiten dienstags, donnerstags und freitags nachmittags die Aufsicht übernehmen. Wer sich für den Josefsgarten interessiert, kann sich melden unter Telefon 0151 58068532 oder per E-Mail: dorothee.reuther@viersen.de

(flo)
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