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Niederkrüchten
Flüchtlinge ziehen in die Turnhalle an der Lehmkul

Niederkrüchten.  

Die Gemeinde Niederkrüchten macht derzeit die Turnhalle an der Lehmkul in Elmpt als Flüchtlingsunterkunft bereit. Bis zum Wochenende sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, um dort notdürftig Menschen unterbringen zu können. Denn die Gemeinde rechnet damit, dass zum Wochenende bis zu 40 weitere Flüchtlinge kommen.

Derzeit gibt es in Niederkrüchten 153 gemeldete Asylbewerber. Es könnte sein, dass bis Jahresende weitere 150 Flüchtlinge hinzukommen. Im Schnitt rechnet die Gemeindeverwaltung mit etwa 35 Personen pro Monat. Alle Unterbringungskapazitäten seien inzwischen ausgeschöpft, erklärte Bürgermeister Herbert Winzen im Gespräch mit unserer Zeitung. Daher sei die Gemeinde dem Sportverein Schwarz-Weiß Elmpt sehr dankbar, dass er die Turnhalle an der Lehmkul vorübergehend zur Verfügung stelle. Die Turnhalle wird von Schwarz-Weiß Elmpt und einigen weiteren Vereinen genutzt. Die Flüchtlinge sollen längstens bis Anfang November in der Turnhalle untergebracht werden. Die Gemeinde hat weitere Mobilheime bestellt, um die Menschen unterzubringen. Auch werden derzeit die alten Zollhäuser an der Erkelenzer Straße umgebaut, die Arbeiten sollen bis Anfang Oktober abgeschlossen sein. Gestern Abend wurden die Anwohner an der Lehmkul über die Situation informiert.

Unterdessen benötigt die Flüchtlingshilfe Niederkrüchten Verstärkung. "Wir suchen dringend Lehrer und Unterrichtshelfer, die einmal in der Woche kommen können, vor allem für Elmpt", sagt Monica Ebbers. Darüber hinaus werden Wohnungen bis 45 Quadratmeter und 240 Euro Kaltmiete gesucht, Arbeits- und Praktikumsplätze sowie Räder und Receiver. "Wir brauchen Menschen, die sich einbringen können", sagt Ebbers. Interessierte können sich an sie per E-Mail wenden: fluchtlingshilfe.nk@gmail.com.

(hah/wiwo)
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