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Brüggen
Flüchtlinge ziehen nächste Woche am Waldweg ein

Brüggen. Bei einer Bürgerversammlung im Kultursaal hat die Gemeindeverwaltung Anwohner des Bernhard-Röttgen-Waldwegs in Brüggen über den Sachstand zur geplanten Flüchtlingsunterkunft am Waldweg informiert. Auch wenn Anwohner zuvor angekündigt hatten, sich gegen die Nutzungsänderung des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Firma Menz & Könecke wehren zu wollen, verlief die Versammlung ruhig.

Bürgermeister Frank Gellen (CDU) sowie Gerd Schwarz, Dieter Dresen, Anja Tiskens und Joachim Müllers von der Gemeindeverwaltung erläuterten, dass der Kreis Viersen die Nutzungsänderung für maximal drei Jahre genehmigt habe. Auch lagen die Umbaupläne zur Einsicht aus. Die Versprechen, die die Verwaltung den Anwohnern gemacht hatte, wurden eingehalten: Die Bushaltestelle wurde verlegt. Ein Security-Dienst ist beauftragt worden, von 18 Uhr abends bis 4 Uhr morgens in nicht festgelegten Zyklen die Flüchtlingsunterkünfte anzufahren. Die Verwaltung ist unter Telefon 02163 5701234 ständig erreichbar. Als Standorthausmeister wurden Herbert Jansen und Feras Al Fahmawy eingestellt.

In der Unterkunft sollen 58 Menschen leben. Zunächst werden die etwa 25 Personen, die derzeit in der Brachter Turnhalle untergebracht sind, frühestens nächste Woche zum Waldweg umziehen. Noch sind dort einige Arbeiten zu erledigen. Am Waldweg werden nach Auskunft der Verwaltung nicht nur alleinreisende Männer einziehen, sondern auch Familien. "Wir wissen, dass wir Sie belasten, aber wir müssen die Leute in einer menschenwürdigen Form unterbringen", betonte der Bürgermeister. "Wir werden uns einen großen Gefallen tun, wenn die Menschen nun Privatsphäre erhalten." Dann würden sozialer Druck und dadurch entstehende Probleme geringer. Gellen erklärte: "Wir haben hier in Brüggen, im Gegensatz zu anderen Städten, einen Plan, wie es weitergehen kann."

(bigi)
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