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Viersen
Fontys engagiert sich stark in Kempen

Viersen. Die Venloer Hochschule will mit ihrem Campus Kempen die Vernetzung der Rhein-Maas-Region verstärken. Eine neue Internetseite listet die Angebote auf. Ein eigener Berater ist mit Paul Stevens auch vor Ort Von Jürgen Karsten

"Seit vielen Jahren positionieren wir uns als euregionale Hochschule mit einem gemeinsamen Heimatmarkt in der Provinz Limburg und am Niederrhein. Deshalb sind wir sehr stolz auf unseren zweiten Standort im Technologie- und Gründerzentrum Niederrhein in Kempen", schreibt Fontys-Direktor Dr. Thomas Merz auf der neuen Internetseite der Fontys International Business School aus Venlo, die in diesem Frühjahr ihren "Campus Kempen" eröffnete. Merz weist darauf hin, dass der neue "Campus Kempen" zu einer stärkeren Vernetzung der Hochschule mit Unternehmen der Rhein-Maas-Region führen und somit die Einbindung der Studierenden in die wirtschaftlichen Strukturen der Euregio fördern wird. Zugleich werde die Kooperation deutscher und niederländischer Unternehmen verbessert. Die Internetseite listet alle Angebote im neuen Campus Kempen auf. Sprechstunden und Beratungsgespräche für Studieninteressierte finden mittwochs und freitags in der Zeit von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 11 bis 13 Uhr statt.

Für Kontakte zu Unternehmen ist ein eigens abgestellter Berater zuständig und vor Ort tätig: der Niederländer Consultant Paul Stevens (63). Er wird zweimal pro Woche, meist montags und dienstags, ansonsten nach Absprache in Kempen sein und die Firmenvertreter beraten. Wer wissen möchte, was Fontys im Campus Kempen tun kann, um gut ausgebildete junge Leute und Firmen zusammen zu bringen, kann sich an ihn wenden. Wer beispielsweise einen Ingenieur oder einen Marketingexperten sucht, für den wird Paul Stevens in Absprache mit seinen Kollegen bei der Fontys in Venlo die passenden Personen finden. Er kann Praktikanten vermitteln: Studenten im dritten Studienjahr, die ebenso ein halbjähriges Praktikum in den Betrieben absolvieren wie die Studenten, die eine Diplomarbeit schreiben.

Erste Gespräche hat Stevens im TZN bereits geführt, darunter mit dem Geschäftsführer eines Energieunternehmens. In Zusammenarbeit mit der Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft ist ein Fragebogen an Unternehmen in Kempen und Umgebung verschickt worden, um auf diese Weise abzufragen, wo die Interessen der Betriebe liegen, damit Fontys praxisnah Studenten und Betriebe zusammen bringen und das Kursangebot dem Bedarf anpassen kann. So könnten in Kempen Sprachkurse in Englisch oder Niederländisch und Kurse zu Themen wie Wirtschaft oder Logistik angeboten werden. "Wir könnten auch Teams bilden, wenn ein Unternehmen ein Problem hat, das mehrere Bereiche, etwa Technik und Wirtschaft, betrifft. Dann könnten wir bei der Problemlösung sicherlich helfen", sagt Stevens.

Im Übrigen versucht der Berater der Fontys über das Internet oder bei Veranstaltungen im TZN, beim Unternehmerkreis Kempen oder anderswo Kontakte zu bekommen und auf die Möglichkeiten hinzuweisen, die Fontys nun auch in Kempen bieten kann. Mit dem Unternehmensberater Paul Stevens hat Fontys einen erfahrenen Mann nach Kempen geschickt. Er studierte an der Uni Tilburg Ökonomie, lehrte an Fachhochschulen in Helmond und Eindhoven, war bei der Fontys in Venlo unter anderem Koordinator für die Entwicklung eines neuen Studiengangs und Mitglied der Direktion Wirtschaft. Danach war er zehn Jahre lang an der Fontys in Eindhoven als Account Manager tätig und ist jetzt bei der Fontys für den niederländischen Markt zuständig, wenn er nicht gerade in Kempen deutsche Unternehmer berät. Kontakt zu ihm kann man über das Technologiezentrum Kempen aufnehmen.

Quelle: RP
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