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Brüggen
Fraktionen suchen Name für Brachter Markt

Brüggen: Fraktionen suchen Name für Brachter Markt
Ende 2017 wurde der Platz vor dem alten Bürgermeisteramt an in Bracht neu gestaltet. Die CDU schlägt vor, den Platz nach Paul Gendrisch zu benennen. FOTO: F.-H. Busch
Brüggen. Der Vorplatz des alten Bürgermeisteramts soll nach der Umgestaltung einen Namen bekommen

Nachdem der Platz zwischen dem ehemaligen Hotel König und dem alten Bürgermeisteramt an der Brachter Marktstraße neu gestaltet worden ist, soll er einen Namen bekommen. Die CDU-Fraktion hatte vorgeschlagen, den Platz nach Paul Gendrisch zu benennen, der im Jahr 2000 starb. Damit solle die Erinnerung an den beliebten Brachter Kommunalpolitiker und letzten ehrenamtlichen Bürgermeisters aus Bracht aufrecht erhalten werden. Der ehemalige CDU-Parteivorsitzende war von 1961 bis 1994 Mitglied des Gemeinderats und des Kreistags.

Auf Gemeindeebene etablierte er 1964 einen Sozialausschuss, der gründete die Brachter Altenstube in den 1980er-Jahren mit und war Träger des Bundesverdienstkreuzes. Er setzte sich für Seniorenfahrten ein und war maßgeblich am Neubau des Altenheims Schleveringhoven beteiligt, so die CDU. Dort war er lange Zeit auch ehrenamtlicher Geschäftsführer. "Gegen den Willen des Kreises Viersen kämpfte er für die Einrichtung der Gesamtschule und setzte sich für den Bau des Bürgersaals ein. Er war Mitbegründer der Seniorenunion und in vielen Vereinen fest verwurzelt.

Bracht hat ihm viel zu verdanken", erklärt die CDU-Fraktion. In der Ratssitzung am Dienstagabend forderte Bürgermeister Frank Gellen (CDU) auch die übrigen Fraktionen auf, Vorschläge zu machen. Die Grünen haben sich dazu schon positioniert. Nach ihrem Willen soll der Platz vor dem Bürgermeisteramt keiner Person gewidmet werden. "Unsere Fraktion beantragt, den überlieferten Namen des alten Brachter Marktes beizubehalten", teilen die Grünen mit. 1825 habe es acht Straßen in Bracht gegeben - darunter den Markt vor dem Rathaus.

"Dass Bracht einen eigenen Markt besaß, ist aus lokalhistorischen Gründen wichtig und macht den kleinen Ort vergleichbar zu anderen Siedlungen mit und ohne Marktplatz", führt Fraktionschef René Bongartz aus. Sie schlagen auch vor, eine Straße in einem Neubaugebiet nach der langjährigen Brachter Hebamme Helene Müllers zu benennen.

(bigi)
 
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