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Kreis Viersen
Frau erstickt ihren neugeborenen Sohn

Kreis Viersen. Bei einer Hausdurchsuchung am Mittwoch wurde der tote Säugling gefunden: 35-Jährige in Haft

Die Kreispolizeibehörde meldete gestern Abend den Fall einer Kindstötung in Willich. Die Mutter des Neugeborenen ist in Haft. Die Leitstelle beschrieb knapp den Tatbestand: Eine 35-jährige Frau aus Anrath suchte am Samstag, 30. Juli, eine gynäkologische Klinik eines Krankenhauses im Kreis auf, weil sie an Unterleibschmerzen litt. Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass die Frau ein Kind entbunden haben musste. Gegenüber dem Gynäkologen machte die Frau widersprüchliche Angaben über ihre zurückliegende Schwangerschaft und eine angebliche Fehlgeburt. Einen Mutterpass konnte die Frau nicht vorlegen. Deshalb schaltete das Krankenhaus die Polizei ein. Die ersten Ermittlungen ergaben den Verdacht einer Kindstötung.

Aufgrund einer richterlicher Anordnung wurde die Wohnung der Frau am Mittwoch durchsucht. Dabei fanden die Polizeibeamten einen toten männlichen Säugling. Die Frau wurde daraufhin vorläufig festgenommen. Die Ermittlungen erhärteten den Verdacht eines Tötungsdeliktes. Aufgrund der Ermittlungen und der rechtsmedizinischen Untersuchung ist von einem Tod durch Ersticken auszugehen.

Die geständige Beschuldigte wurde gestern auf Antrag der Staatsanwaltschaft Krefeld dem Haftrichter vorgeführt. Es erging Haftbefehl wegen Totschlag.

(hb)
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