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Viersen
Freiwillige ein starkes Pfund für Viersen

Viersen. Wie vielfältig das Ehrenamt ist, zeigte die Freiwilligen-Zentrale Viersen in ihren neuen Räumen an der Süchtelner Straße. Bei der feierlichen Eröffnung lobte Bürgermeisterin Sabine Anemüller den Beitrag der Ehrenamtler zum Gemeinwesen Von Bianca Treffer

Es gibt 261 aktive Freiwillige, 259 Angebote und ein Team mit zwei hauptamtlichen Mitarbeitern, fünf Ehrenamtlern und einer Mitarbeiterin im Bundesfreiwilligendienst. Das sind "die nackten Zahlen" zur Freiwilligen-Zentrale (FZ) in Viersen. Die Mitarbeiter der FZ - in Trägerschaft der Diakonie Krefeld-Viersen und des Sozialdienstes Katholischer Frauen (SkF) - haben nun seit einigen Wochen ein neues Zentrum für die Beratung, Koordination und Organisation.

Die großen Räume an der Süchtelner Straße 2 in Viersen sind mit hellen Möbeln ausgestattet. Nicht nur die Freiwilligen-Zentrale ist an der neuen Adresse zu finden. Dort ist auch Platz für zwei weitere Mitarbeiter der Diakonie: Peter Varevics, zuständig für das Projekt "Demokratie leben" des Kreises Viersen, hat dort ebenso sein Büro wie Caroline Ewert, Fachbereichsleiterin für verschiedene Arbeitsbereiche. Dazu gehören unter anderem das Dülkener Möbellager "Robin Hood" und die Radstation in Krefeld. Außerdem ist Ewert Beauftragte für das Qualitätsmanagement.

"Wie soll man die Qualität der Arbeit bewerten, die hier geleistet wird? Wichtig ist, wie viele Impulse von hier ausgehen. Ob es ein einzelnes Gespräch ist oder eine Woche der Begegnung stattfindet. Engagieren, das macht die FZ aus. Alles andere kommt hintenan", bemerkte Ludger Firneburg von der Geschäftsführung der Diakonie jetzt bei der feierlichen Eröffnung. Wilma Quack, SkF-Geschäftsführerin, betonte, wie wichtig es sei, dass Ehrenamt eine Begleitung hat, die hilft, sich einzuarbeiten, fortzubilden, einen regelmäßigen Austausch im Team ermöglicht, Kostenerstattung betreibt und für Versicherungsschutz sorgt. All diese Dinge leistet die FZ. Bei der Eröffnung stellte Petra Danek nochmals das Patennetzwerk vor. "Es ist eine Art organisierte Nachbarschaftshilfe", beschrieb die Mitarbeiterin das Angebot, bei dem FZ Paten an Familien und Einzelpersonen vermittelt. Die Nachfrage ist groß, derzeit werden wieder Bürger gesucht, die sich im Projekt engagieren möchten.

Bürgermeisterin Sabine Anemüller (SPD) betonte, dass bürgerschaftliches Engagement die Kreisstadt präge: "Viele Projekte wären nicht möglich ohne die Ehrenamtler. Sie tragen zum Gemeinwesen bei." Sie dankte für diesen Einsatz sowie die seit 16 Jahren unterstützende Begleitung durch die FZ. Mit Hilfe der Bürger soll die Arbeit weiter fortgesetzt werden. "Aber ohne die Unterstützung, die die FZ selber von Ehrenamtlern erhält, wäre unsere Arbeit in diesem Umfang gar nicht möglich", erinnerte FZ-Leiterin Claudia Derksen-Bayer.

Quelle: RP
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