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Viersen
Freiwillige Feuerwehr rückte zu mehr als tausend Einsätzen aus

Viersen. Viele Einsätze, viele Fehlalarme, neue Gerätehäuser. Die Freiwillige Feuerwehr blickte bei ihrer Generalversammlung auf das Jahr 2015 zurück. Von Heike Ahlen

Die nackten Zahlen besagen, dass die Feuerwehr im vergangenen Jahr 191 Einsätze mehr hatte als im Jahr 2014. Die Statistik verzeichnet 1.056 Einsätze. Damit ist die Zahl der Einsätze erstmals seit 2009 vierstellig. Schaut man genauer hin, so stellt man aber fest, dass allein die Zahl der Fehlalarmierungen um fast 100 gestiegen ist. Der Trend, dass die Zahl der Hilfeleistungen fast kontinuierlich ansteigt - jetzt von 623 auf 704 - hat sich aber auch fortgesetzt. Der Wert des Unwetterjahres 2009 mit 730 Hilfeleistungen ist aber noch nicht wieder erreicht. 36 Mal ging es bei den Einsätzen um Hilfe nach teils schweren Unfällen. 105 Brandeinsätze hatte die Feuerwehr zu fahren, darunter sechs Großbrände. Bei der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr schauten die Wehrkräfte auf ein ereignisreiches Jahr zurück.

Die hohe Zahl der Fehlalarme geht auf die Brandmeldeanlagen in Flüchtlingsunterkünften in Süchteln und Boisheim zurück. Dort ist man dabei, die Melder umzustellen, dass sie nicht mehr auf Rauch und Schwaden, sondern auf Hitze reagieren. Denn in den Gemeinschaftsküchen springt bei intensivem Kochen ein Rauchmelder zu schnell an. Überhaupt hat die Feuerwehr in Sachen Flüchtlinge viel geleistet. Wehrführer Frank Kersbaum erinnerte an die Einrichtung der Unterkunft am Ransberg, die innerhalb von 48 Stunden fertig war.

Das neue Gerätehaus in Boisheim war 2015 in Rekordzeit gebaut worden, noch in diesem Monat soll das neue Hilfeleistungs-Löschfahrzeug des Löschzugs Boisheim eintreffen. Auch der Bau für die Löschgruppe Rahser ist fertig. Dort soll bis Jahresende ein neues Fahrzeug eintreffen. Die ursprünglich veranschlagten Baukosten von 700.000 Euro konnten durch viel Eigenleistung auf 550.000 Euro gesenkt werden.

Insgesamt 480 Mitglieder hat die Feuerwehr Viersen. "Wir sind froh über so viele Engagierte", sagte Bürgermeisterin Sabine Anemüller (SPD). Im Einsatz zähle jede Sekunde und auch jede Einsatzkraft. Die Feuerwehr sei "die mutigste Bürgerinitiative, die es gibt". Auf eine weitere Eigenschaft der Wehrleute wies Kreisbrandmeister Klaus-Thomas Riedel hin - die Nächstenliebe. Es sei die Kraft, die alle antreibe.

Quelle: RP
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