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Viersen
Fünf Millionen Euro für Gewerbepark

Viersen: Fünf Millionen Euro für Gewerbepark
Die Deutsche Post DHL Group verlagert 2017 ihren jetzigen Zustellstützpunkt von der Freiheitsstraße in den neuen Gewerbepark Sittarder Straße. Florian Peters-Messer machte das Areal mit fünf Millionen Euro fit. FOTO: ONP:
Viersen. Florian Peters-Messer will eine ehemalige Industriebrache von Farben Peters in einen Gewerbepark umwandeln. Wichtigster Ankermieter ist ab 2017 die Deutsche Post, die von der Freiheitsstraße zur Sittarder Straße zieht Von Daniela Buschkamp

Die Vorster und die Sittarder Straße verändern ihr Gesicht: Rund fünf Millionen Euro hat Florian Peters-Messer in die Entwicklung eines modernen Gewerbekomplexes gesteckt. "Nachdem wir Anfang des Jahres die Deutsche Post als Mieter gewonnen hatten, konnten wir uns um die weitere Vermarktung kümmern", sagt der Investor. Die Deutsche Post werde ab 2017 als wichtigster Ankermieter 4000 Quadratmeter des Komplexes nutzen: je zur Hälfte für Hallen und für den Außenbereich. Dafür seien bereits 1500 Quadratmeter an bestehenden Hallen abgerissen und kleinere Anbauten ergänzt worden.

Hintergrund für diese Ansiedlung: Durch den dynamisch wachsenden Internethandel steigt die Zahl der Paketlieferungen - deshalb modernisiert die Deutsche Post DHL Group ihr Paketnetzwerk. Für Viersen bedeutet das: Der bisherige Standort an der Freiheitsstraße wird aufgegeben, da er zu klein ist. Vom neuen Zustellpunkt aus wird der Bereich Viersen mit Briefen und Paketen versorgt. Dabei soll das speziell entwickelte Elektroauto "Street-scooter" ins Rollen kommen. "Der neue Zustellstützpunkt bietet den Postboten durch seine optimale Lage mit ebenerdigem Zugang beste Arbeitsbedingungen nach modernen postalischen Kriterien", sagt Boris Dobra von der Deutschen Post DHL. Man könne auf steigende Verkehrsmengen schnell und flexibel reagieren. Zustande gekommen war der Kontakt zur Post über die städtische Wirtschaftsförderung. Bürgermeisterin Sabine Anemüller (SPD) lobte die neue Nutzung als "gelungenes Beispiel für Redevelopment" (Reaktivierung). Norbert Jansen von der Wirtschaftsförderung war zufrieden: "Wir wollten der Deutschen Post einen attraktiven Standort bieten und gleichzeitig eine Neuversiegelung auf der grünen Wiese vermeiden." Zuvor habe man der Post verschiedene Bestandsimmobilien angeboten. Besonders wichtig für die Stadt seien die neuen Jobs, die entstehen werden.

Bürgermeisterin Sabine Anemüller (2.v.l.) informierte sich bei einem Treffen mit dem Investor und Mietern über den Fortschritt im Rahser. FOTO: Stadt Viersen

Auf dem Gelände des 2009 verkauften Mittelstandsunternehmens Farben Peters waren lange Hallen angeordnet. "Über die vier Zufahrten - je zwei von der Sittarder und der Vorster Straße - konnten wir diesen Kuchen optimal aufteilen", so Florian Peters-Messer. Von den rund 9000 Quadratmetern Hallenfläche seien noch 20 Prozent vakant. Ab 2017 wird Rosenbauer, Hersteller für Feuerwehrtechnik, auf 4000 Quadratmetern ein Kunden-Center für Vertrieb und Service bieten.

Bereits eingezogen ist das Unternehmen Dallmeyr, zunächst nur übergangsweise. Zudem belegt der "ASB Gemeinsam Viersen" eine der Büro-Etagen: "Die Zahl der Pflegekunden nimmt zu, zudem wächst die Zahl der Mitarbeiter und der Aufnahmegebiete", begründet ASB-Geschäftsführerin Ellen Fiddrich den Platzbedarf und Umzug.

Quelle: RP
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