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Viersen
Fünf Millionen für neues Nieren-Diabetes-Zentrum

Viersen: Fünf Millionen für neues Nieren-Diabetes-Zentrum
So sieht die Dialyse zurzeit aus: Ein Blick in die Räume des Nieren- und Diabeteszentrums Viersen. FOTO: NDZ
Viersen. Bis Mitte 2017 soll das neue Gebäude im Gewerbegebiet Ransberg errichtet werden. Auch neue Jobs sind möglich

Das Nieren-und Diabeteszentrum (NDZ) zieht in den Businesspark Ransberg. Auf einem 6300 Quadratmeter großen Grundstück soll innerhalb eines Jahres ein neues Gebäude entstehen. Die Mediziner Stefan Degenhardt, Gerhard B. Schmidt und Sven Herrnberger investieren dazu rund fünf Millionen Euro. Die bereits bestehenden 70 Arbeitsplätze könnten am neuen Standort weiter ausgebaut werden, denn der Bedarf an einer Nieren-Ersatz-Therapie (Dialyse) wird weiter steigen.

Schon länger nimmt die Zahl der Patienten im Nieren- und Diabeteszentrum Viersen zu, Engpässe traten auf. Deshalb entschieden die Geschäftsführer des Zentrums im Frühjahr 2016, ein neues Gebäude in Niedrigenergiebauweise errichten zu lassen. Auf einer Fläche von rund 1800 Quadratmetern und zwei Ebenen sind in der Dialysestation 53 Behandlungsplätze geplant, auch Infektionsbehandlungsplätze sollen eingerichtet werden. Da Dialyse-Patienten drei Mal pro Woche je eine fast fünf-stündige Behandlung brauchen, sollen sie Unterhaltungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten nutzen können.

Im Jahr 1982 hatte Jürgen Lautenschläger das Nieren- und Diabeteszentrum an der Königsallee in Viersen gegründet. 1997 kam eine Dialysestation im Praxisbereich des Städtischen Krankenhauses Nettetal hinzu, 2009 ein weiterer Behandlungs-Standort am Allgemeinen Krankenhaus (AKH) in Viersen. Diese beiden Einrichtungen sollen trotz des Neubaus auch in Zukunft erhalten bleiben. Am neuen Standort soll außerdem die Möglichkeit geprüft werden, ein Dialysekompetenzzentrum für nephrologisches Fachpersonal in Medizin und Pflege anzugliedern.

Für die städtische Grundstücks-Marketing-Gesellschaft (GMG) ist die Neubau-Entscheidung ein Vermarktungserfolg im 40.000 Quadratmeter großen Gewerbegebiet am Ransberg. Vom ersten Kontakt bis zur Beurkundung vergingen nur zwei Monate - einschließlich der Abstimmungsgespräche zum Genehmigungsmanagement. GMG-Beiratsvorsitzender Paul Mackes zeigte sich zufrieden, dass das Ansiedlungskonzept für unterschiedliche Branchen im Bereich Medizin bereits eine Punktladung erreichen konnte.

(busch-)
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