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Brüggen
Für die Schulspeisung sorgte "Care"

Brüggen. 24 ehemalige Schülerinnen und Schüler der katholischen Volksschule Brüggen trafen sich 60 Jahre nach ihrer Entlassung wieder. Sie gehören den Jahrgängen 1940/41 an. Die Ehemaligen teilten viele Erinnerungen miteinander. So gab es Anfang der 1950er-Jahre einen Fahrradausflug der gesamten Schule, der zum Zirkus Krone nach Kaldenkirchen führte. Das wäre heute unvorstellbar, doch damals waren fast keine Autos unterwegs, man hatte höchstens ein Fahrrad.

1947 wurden 80 Schüler zu Ostern eingeschult. Die Zahl war damals auch deshalb so hoch, weil die Ostvertriebenen hinzukamen, die teilweise auch etwas älter waren als ihre Brüggener Mitschüler. Damit gehören dann in der hiesigen "katholischen Gegend" plötzlich auch evangelische Schüler dazu. Gut in Erinnerung ist den Ehemaligen auch noch, dass die amerikanische Organisation "Care" die Schulspeisung stellte - mit Biskuit und Erbsensuppe. Nicht zu vergessen waren auch die Briten, die das große Munitionsdepot anlegten. Ebenso erinnerten sich die Ehemaligen an ihre Lehrer. Lieblingslehrerin war Fräulein Hildegard Sauerland, die bald Fräulein Stegemann ablöste. Auch Pfarrer Bernhard Röttgen und Heinrich Malzkorn beeindruckten damals die Schüler - Malzkorn kreierte einen "Tag des Baumes", und im Beisein aller Schulkinder und der örtlichen Prominenz wurde vor der Schule ein Baum gepflanzt.

In der Kirche St. Nikolaus besuchten die Ehemaligen den Gottesdienst, im "Jeetepött" wurde am Abend noch lange gefeiert.

(off)
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