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Schwalmtal
Ganz Vogelsrath wurde zur Flaniermeile

Schwalmtal. Für die Veranstaltung "Schopp und Schüer" organisierten acht Frauen erstmals einen Dorftrödel. Von Inge von den Bruck

Viele Besucher aus dem Kreis Viersen, die die kleine Sektion Vogelsrath in Schwalmtal bislang nicht kannten, werden sie nun kennen. Denn zur Veranstaltung "Schopp und Schüer", in diesem Jahr erstmals mit Dorftrödel, kamen sehr viele Gäste. Bei strahlendem Sonnenschein schlängelte sich eine Fahrrad- und Blechlawine in Richtung Vogelsrath. Die acht Frauen, die "Schopp und Schüer" (Schuppen und Scheune) organisieren, hatten in weiser Voraussicht bereits zwei Felder für Autoparkplätze und ein zusätzliches Fahrrad-Parkfeld ausgewiesen.

Hildegard Beckers, Bärbel Carmanns, Birgit Dohmen, Brigitte Genfeld, Renate Jacobs, Maria Quenzel, Maria Theven und Irmgard von Gehlen hatten zum Dorftrödel eingeladen. Schon Monate zuvor hatte es einen Dorfabend gegeben, um die rund 500 Einwohner über die Veranstaltung zu informieren. "Wer nicht selbst mitmachen wollte, stellte spontan seinen Platz vor dem Haus für andere Interessierte zur Verfügung", erklärte Maria Quenzel, eine der acht "Vorstandsdamen". Rund achtzig Stände gab es auf der "Hauptstraße" von Vogelsrath, sie wurde am Sonntag zur Flaniermeile. Ob Kinderspielzeug - von Matcboxautos bis hin zu Barbie und Ken - Kinderbekleidung, Bücher, CDs oder Stickbilder aus Omas Zeiten: Manch ein Teil wechselte den Besitzer. Da gab es echten Silber- und Porzellan-Trödel und - ganz hoch im Kurs - Reitstiefel. Einen Stand weiter wurden auf einer Kinder-CD für einen Euro die Geheimnisse des Universums erklärt, dann gab es Live-Musik der Vogelsrather Gruppe "Dry", deren Musik keineswegs "trocken" war. Der ehemalige Kuhstall war zum Schwalben-Cafe umgestaltet. Hier gab es Kaffee und selbst gebackenen Kuchen, im Hof Gegrilltes und kühle Getränke. Die Schwalben waren durch zwei Geburtstagsfeiern im Stall schon erprobt, sie flogen ungeniert zwischen den Besuchern hindurch und ließen sich nicht aus der Ruhe bringen.

Der Erlös aus dem Fest wird wieder, wie in jedem Jahr, gespendet. Auf die nächste "Schopp und Schüer"-Veranstaltung darf man schon gespannt sein. So groß, wie das Interesse in diesem Jahr war, sollte auch der Zustrom für die nächste Veranstaltung gesichert sein.

Quelle: RP
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