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Brüggen
Gemeinde Brüggen hat Rücklagen aufgebraucht

Brüggen. Der Gemeinde droht ein Haushaltssicherungskonzept.

Oliver Mankowski, Kämmerer der Gemeinde Brüggen, meldet Vollzug in Sachen Jahresabschlüsse für 2011 bis 2013. "Wir sind gut ins Rennen gegangen und weiter als geplant", teilte Mankowski in der letzten Ratssitzung mit. "Der 2013er-Jahresabschluss ist auch geprüft, die Abschlüsse für 2014 und 2015 werden nach den Sommerferien fertig. Wir wollen im Herbst up-to-date sein." Allerdings seien die Zahlen der Abschlüsse 2011 und 2012 ernüchternd. Am 8. März werden in der nicht-öffentlichen Sitzung des Rechnungsprüfungsausschusses alle Zahlen detailliert vorgestellt.

Der Eigenkapitalverzehr nach Verbrauch der Ausgleichsrücklage liegt mit dem Haushaltsjahr 2013 fast 1,2 Millionen Euro über dem Planansatz. Damit kommt die Gemeinde deutlich in die roten Zahlen und die Ausgleichsrücklage ist aufgebraucht. Die Folgejahre haben weiteres Minus produziert. Mit dem Haushaltsplan für 2016 würde die Burggemeinde ein Gesamtminus beim kumulierten Eigenkapitalverzehr von über 2,12 Millionen Euro erreichen. Mankowski macht auf den Ernst der Lage aufmerksam und fordert die Rückkehr zu den Konsolidierungsmaßnahmen. "Wir werden wieder unpopuläre Entscheidungen treffen müssen, da wir sonst ein drohendes Haushaltssicherungskonzept vor der Brust haben."

Gottfried Optenplatz, Fraktionsvorsitzender der SPD, bat um eine Zusammenfassung der wesentlichen Unterschiede bis zu der Ausschusssitzung und scherzte in Bezug auf die vorgelegten drei Jahresabschlüsse: "Ich habe die kompletten 2100 Seiten durchgearbeitet." Galgenhumor.

Rutscht die Gemeinde in die Haushaltssicherung, muss sie einen Plan aufstellen, wie sie innerhalb von zehn Jahren wieder einen ausgeglichenen Haushalt erreichen könnte. Sollte dies nicht gelingen, muss die Gemeinde einen Nothaushalt aufstellen.

(bigi)
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