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Viersen
Gereonsplatz: Auch nach Umgestaltung bleiben Wünsche

Die Weihnachtsmärkte 2015 in Viersen
Die Weihnachtsmärkte 2015 in Viersen
Viersen. Mit dem neuen Aussehen des Platzes sind Händler und Anwohner zufrieden, haben aber noch weitere Ideen. Von Daniela Buschkamp

Mit Glühwein und Apfelpunsch stießen Händler und Anwohner am Gereonsplatz auf dessen neuen Look an. Erstmals wurde dort ein großer Weihnachtsbaum aufgestellt, haben Geschäftsleute und Anlieger in strahlende, weihnachtliche Dekorationen investiert. Ruth Hollinger ("Vintage Store") ist zufrieden: "Der Platz ist schön geworden." Die Idee zum Treffen hatten Miriyana und Achim Jansen, beide führen ein Friseur- und Zweithaar-Studio. "Das Miteinander hier ist sehr gut", sagt Miriyana Jansen begeistert.

Das vorherrschende Thema nahe des prächtigen Baumes war die Umgestaltung des Platzes, der mit seinem historischen Flair, inhaber-geführten Geschäften und vielfältiger Gastronomie das Herz der Südstadt darstellt. Im vergangenen Jahr hatten die Umbauten begonnen: Die Verkehrsführung wurde geändert, Parkflächen und Fahrbahn wurden neu angelegt. 592.000 Euro wurden investiert, rund 473.000 Euro aus dem NRW-Förderprogramm "Soziale Stadt".

Monika Becker, Chefin der Konditorei Becker, zeigte sich zufrieden, dass "Lkws nicht mehr über die Straße brettern". Die Gastronomen hätten mit größeren Terrassen profitiert: "Früher fuhren die Autos direkt an den Tichen vorbei. Jetzt können die Gäste angenehmer sitzen." Der neue Platz werde gut angenommen. Dies hätte sich im Sommer und Herbst gezeigt. - "Gut besucht war das Kartoffelfest", sagt Günter Neumann (Volksbank Viersen). Was sich alle wünschen: Mehr Leben für den Gereonsplatz - vielleicht mit einem Weihnachtsmarkt 2016.

Kritikpunkte gibt es auch. Peter Meyer, Anwohner am Gereonsplatz 27, fehlt die Mülltonne: "Wer die Straße überquert, eine Zigarette raucht, der sucht den Papierkorb, findet ihn nicht - und wirft den Stummel weg." Was Anliegern und Händlern vermissen: den Briefkasten und Bushaltestellen. "Viele unserer Kundinnen kommen mit dem Bus", schildert Miriyana Jansen. Für sie sei der Weg weiter geworden - und für Briefe sei man ebenfalls länger unterwegs. Cornelia Vieten (vom Kosmetikfachinstitut) kritisiert, dass Kunden, etwa aus Brüggen, den Platz schlechter anfahren können. Und Monika Becker wünscht sich statt des kleinen Schotters "verdichteten Belag": "So viel können Sie gar nicht saugen."

Quelle: RP
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