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Viersen
Gericht: 74-jähriger Viersener soll drei Kinder missbraucht haben

Viersen. Wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen steht seit gestern ein 74-jähriger Mann aus Viersen vor Gericht. Der Mann soll zwei Mädchen und einen Jungen - alle Kinder im Alter von etwa zehn Jahren - in seiner Viersener Wohnung mehrfach unsittlich im Intimbereich berührt haben. Die Vorfälle ereigneten sich zwischen Juni 2015 und Juli 2016.

Die Hauptverhandlung vor dem Schöffengericht in Mönchengladbach begann gestern Vormittag. Dem Angeklagten wird sexueller Missbrauch in elf Fällen zur Last gelegt. "Darunter ein besonders schwerer Fall und ein Fall in Tateinheit mit Nötigung und Körperverletzung. Der Straftatbestand der Vergewaltigung liegt nicht vor", erklärte der Sprecher des Amtsgerichts Mönchengladbach, Jan-Philip Schreiber, auf Nachfrage.

Der Senior soll mehreren Kindern mehrfach Geschenke und kleine Geldbeträge gegeben haben. Aus diesem Grund seien die Kinder vermutlich wiederholt in die Wohnung des 74-jährigen Vierseners gekommen.

Als sexueller Missbrauch von Kindern gilt nach Paragraf 176 des Strafgesetzbuchs jede sexuelle Handlung, die an, von oder vor einem Kind vorgenommen wird. Bereits der Versuch eines Sexualkontaktes mit einem Kind ist strafbar.

Die Vernehmung der Kinder soll unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Der Angeklagte gilt bislang als voll schuldfähig. Ihn erwartet im Fall einer Verurteilung voraussichtlich eine Haftstrafe zwischen zwei und vier Jahre.

Die Verhandlung wird am 23. November fortgesetzt.

(saja)
 
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