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Schwalmtal
Gertrudisoktav beginnt heute in Dilkrath

Schwalmtal. In der Abendmesse werden Wasser und Korn gesegnet. Sie sollen die Ernte vor Mäusen schützen

Einst war das kleine Dorf Dilkrath ein beliebter Wallfahrtsort. Zum Namensfest der Heiligen Gertrudis am 17. März pilgerten spätestens ab dem 17. Jahrhundert Christen aus der Umgebung nach Dilkrath, um einen Blick auf die Reliquien der Heiligen zu erhaschen. Von der Wallfahrt nach Dilkrath nahmen die Gläubigen Wasser und Korn mit, beides verteilten sie dann auf den Feldern und im Getreidespeicher.

Wasser und Korn aus Dilkrath sollten die Ernte vor Mäusen und Ratten schützen - und dabei half die Heilige Gertrudis. Der Legende nach wurde sie von einer Maus beim Spinnen gestört. Dahinter steckte der Teufel, der sich in eine Maus verwandelt hatte, um die junge Äbtissin zur Ungeduld und zum Zorn zu reizen. Gertrudis aber ließ sich durch die Maus nicht aus der Ruhe bringen, sondern vertrieb sie durch ihr Gebet.

In Erinnerung an die Heilige wird nun ab heute die Gertrudisoktav in Dilkrath gefeiert. In der Kirche beginnt um 19 Uhr eine Abendmesse. Wasser und Körner werden gesegnet, die Choralschola gestaltet die Feier musikalisch mit. Am Mittwoch, 17. März, am Gertrudistag, sind Gläubige zur Laudes eingeladen. Das kirchliche Morgenlob wird um 7 Uhr in der Kirche gehalten, danach gibt es für alle Frühaufsteher Kaffee im benachbarten Pfarrheim.

Am Freitag werden ab 14.30 Uhr Palmstecken im Pfarrheim gebastelt, um 19 Uhr beginnt das Kreuzweggebet. Am Samstag, 19. März, gibt es um 18.30 Uhr ein Festhochamt, das der Kirchenchor musikalisch begleitet. Am Sonntag findet um 10 Uhr ein Kinder- und Familiengottesdienst statt, bei dem Palmzweige gesegnet werden. Die Teilnehmer treffen sich auf dem Hof des Pfarrheims und ziehen dann gemeinsam zur Kirche.

(biro)
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