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Kreis Viersen
"Geschäfte sollen selbst entscheiden"

Kreis Viersen. In der Viersener Innenstadt ist morgen verkaufsoffener Sonntag. Für die Jungen Liberalen (JuLis), die Nachwuchsorganisation der FDP, ist das nicht genug.

"Die JuLis im Kreis Viersen begrüßen dies, da dadurch nicht nur der Einzelhandel durch höheren Umsatz profitiert, sondern der Sonntag nun für den gemeinsamen Einkauf genutzt werden kann", teilte Eric Scheuerle, Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen, gestern mit. Jedoch fordern die JuLis darüber hinaus, die Läden nicht nur an einigen wenigen ausgewählten Sonntagen zu öffnen, sondern die Ladenöffnungszeiten flexibler zu gestalten: Jedes Geschäft solle selbst entscheiden können, wann es öffne und schließe. "Auch das Arbeitsverbot an Sonn- und Feiertagen ist antiquiert und soll durch eine Regelung mit flexiblen Mindest-Urlaubstagen ersetzt werden", so Scheuerle: "Nur wenn der Einzelhandel selbst entscheiden kann, wann er öffnet, kann er in einem fairen Wettbewerb mit den großen Onlineversandhändlern stehen."

In der Flexibilisierung der Ladenöffnungszeiten sehen die JuLis die einzige Chance, das fortschreitende Aussterben der Stadt aufzuhalten. Kritik von katholischer Seite an einer Ausweitung der Sonntagsöffnungszeiten widerspricht Scheuerle: "Der Sonntag wird bislang für die Kirche frei gehalten, dennoch klagt sie über sinkende Besucherzahlen. Wären die Geschäfte geöffnet, könnte man auch erst zum Gottesdienst gehen und dann in die Stadt."

(biro)
 
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