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Niederkrüchten
Gesellschaft soll Briten-Gelände entwickeln

Niederkrüchten. Im "Energie- und Gewerbepark Elmpt" werden Natur, Gewerbe und erneuerbare Energie vereint Von Jochen Smets

Die Gemeinde Niederkrüchten, der Kreis Viersen und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises (WFG) wollen eine gemeinsame Gesellschaft gründen, um die Konversion des ehemaligen Flughafengeländes in Elmpt voranzutreiben. Der Niederkrüchtener Hauptausschuss hat nun der Gründung der Entwicklungsgesellschaft "Energie- und Gewerbepark Elmpt" einstimmig zugestimmt. Auf Kreisebene befasst sich der Kreisausschuss am Donnerstag, 23. Juni, mit dem Thema. Das Folgenutzungskonzept für das frühere Militärgelände, auf dem derzeit Flüchtlinge untergebracht sind, sieht einen Mix aus Natur, Gewerbe und erneuerbaren Energien vor. Herzstück der Planungen ist ein 150 Hektar großes Gewerbegebiet. 135 Hektar davon sind für großflächige Gewerbeansiedlungen vorgesehen, 15 Hektar für kleinere Betriebe. Etwa 40 Hektar, überwiegend im Bereich der früheren Start- und Landebahnen, sollen für die Erzeugung erneuerbarer Energien aus Sonne, Wind, Biogas und Biomasse genutzt werden. Die vorhandenen Naturflächen sollen unangetastet bleiben ("Grün bleibt Grün"), der Golfplatz soll erhalten werden.

Angesichts der Größe des Geländes und der Bedeutung für die Region sind viele, teils widerstrebende Interessen auf Bundes-, Landes- und Kreisebene unter einen Hut zu bringen. Die Gemeinde Niederkrüchten, der Kreis Viersen und die WFG wollen ihre Kräfte bündeln und unter dem Dach der neuen Entwicklungsgesellschaft als starker Verhandlungspartner gegenüber Bund und Land auftreten.

Ziel der Gesellschaft ist die Entwicklung und Umsetzung des Folgenutzungskonzeptes. "Dazu gehören insbesondere Grunderwerb, Planung, Abstimmung mit Interessenten und Behörden, Abriss, bauliche Herrichtung einschließlich der Erschließung und die Veräußerung", heißt es im Entwurf des Gesellschaftsvertrags. Die Planungen sollen parallel zur Nutzung des Geländes als Flüchtlingsunterkunft, die bis zum 30. Juni 2021 befristet ist, vorangetrieben werden. Kontrollgremium der Gesellschaft ist der Aufsichtsrat, der laut Vertragsentwurf sieben Mitglieder hat. Je zwei Mitglieder stellen der Kreis und die WFG, drei die Gemeinde. Niederkrüchten wird Bürgermeister Kalle Wassong sowie die Chefs der beiden stärksten Ratsfraktionen entsenden: Werner Hommen (CDU) und Wilhelm Mankau (SPD).

Quelle: RP
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