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Brüggen
Glühwein floss in Brüggen literweise

Brüggen. Am ersten Weihnachtsmarkt-Wochenende genossen viele Besucher die gemütliche Atmosphäre. Am kommenden Wochenende geht es weiter.

"Glühweinwetter" gab es zum Auftakt des Brüggener Weihnachtsmarktes nicht. Dennoch standen dort, wo es Glühwein gab, viele Besucher, erzählten und ließen es sich gut schmecken. "Ich finde, das Wetter passt", stellte Marietta Peckels fest. Sie trank den Winzer-Glühwein, mit 2,50 Euro etwas teurer als der herkömmliche Glühwein am nächsten Stand auf dem Nikolausplatz. Bei den Messdienern war der Glühwein für 1,50 Euro pro Tasse erhältlich. Hunderte Liter roter und weißer Glühwein flossen dort an beiden Wochenenden in die Tassen. "Wir haben den leckersten Glühwein", pries Carina Winzen das Getränk an.

Sigrid Köhler aus Kempen kaufte Weihnachtsmützen für ihre Enkelkinder - eine bezahlt, gab es eine gratis dazu. Ihre Freundin Waltraud Gerhards bekam eine geschenkt. "Wir sind das erste Mal hier. Der Weihnachtsmarkt ist sehr gemütlich. Wohl stehen hier viele Stände, die mit Weihnachten nichts zu tun haben", meinten die St. Huberter. Ein Händler wies auf seine Regenschirme hin: "Der letzte Schirmstand vor der Autobahn! Umgekippt sind die Schirme auch zum Fangen von Kamelle geeignet." Justus Loskant (Saxophon) und Luca Bonsels (Keyboard), beide zehn Jahre alt, spielten Weihnachtslieder und baten die Besucher um eine Spende für die Jugendhilfeeinrichtung in Dilborn. Die Leute blieben fasziniert stehen, weil sie gleichzeitig auf die helle Kirchenmauer von St. Nikolaus einen bunten Sternenhimmel projizierten, der weit vor Brüggen schon zu sehen war. Peter und Elvira Bilstein aus Bergisch Gladbach, die sonst Camping-Urlaub auf dem Stellplatz in Brüggen machen, zeigten zum ersten Mal ihre bunten Vogelhäuser vor ihrem Campingwagen auf dem Nikolausplatz. "Mein Mann stellt sie her, ich bemale sie. Das sind alles Unikate" erzählte Elvira Bilstein. Christopher Eck (20) aus Born verkaufte erstmals großformatige abstrakte Gemälde. "Ich wollte meine Kunst anderen Leuten zeigen und ihre Reaktionen sehen. Es war für mich schon interessant: Ich bekam viel Lob, aber auch nicht so nette Sachen gesagt. Kunst ist eben Geschmacksache."

Der Markt war besonders kinderfreundlich. Außer Karussell und Trampolin gab eine Eisenbahn für die Kleinsten. Im Burginnenhof war es noch zappenduster. Dort geht es erst nächste Woche richtig los, wenn Brüggen das zweite Weihnachtsmarkt-Wochenende feiert.

(off)
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