| 16.47 Uhr

Schwalmtal
Gokart-Bahn abgebrannt

Schwalmtal: Großbrand auf Kartbahn
Schwalmtal: Großbrand auf Kartbahn FOTO: Günter Jungmann
Schwalmtal. Zwei gegenüberliegende Hallen auf dem Gelände der Gokart-Bahn am Raderberg wurden in der Nacht zu Freitag ein Raub der Flammen. Schaden: rund 200 000 Euro. Der Betreiber will eine Belohnung aussetzen. Von Anne Goch

Die Nacht zu Freitag, 1.13 Uhr: In Amern heulen die Sirenen. Jemand hat einen Feuerschein in der Nähe der Autobahn gesehen. Der Löschzug rückt aus: Es brennt auf der Kartbahn am Raderberg. Der Löschzug Waldniel kommt zur Verstärkung hinzu.

Die Gebäude an der Kartbahn brennen lichterloh. Glücklicherweise sind einige der Wehrleute gelegentlich Gäste auf der Kartbahn. Sie wissen, wo das Treibstofflager ist, und können es mit massivem Wassereinsatz halten. In anderen Teilen der Gebäude knallt es im Minutentakt: Gasflaschen explodieren, die Flammen schlagen immer höher durchs Dach.

Wasser aus Hagen geholt

Probleme bereitet der Wehr das Löschwasser: Drei B-Rohre, drei C-Rohre – so viele Hydranten gibt es nicht am Raderberg. Einsatzleiter Achim Ahlers beordert die Löschzüge aus Nieder- und Oberkrüchten hinzu, damit deren Tanklöschfahrzeuge die Wasserzufuhr von einem Hydranten in Hagen aus sicherstellen. Insgesamt ist die Schwalmtaler Wehr mit 69 Einsatzkräften und 15 Fahrzeugen vor Ort, die Niederkrüchtener bringen drei Fahrzeuge und 15 Mann mit. Aus Dülken wird eine "Lichtgiraffe" angefordert, um den Brandort auszuleuchten. Bis in die Morgenstunden kämpfen die Wehrleute gegen das Feuer.

Die Polizei rückt mit Brandermittlern an, die der Ursache für die Flammen auf den Grund gehen sollen. Dass es den Verdacht auf Brandstiftung gibt, steht gestern morgen schon relativ früh fest. Schließlich sind die beiden abgebrannten Gebäude (eine Halle, in der unter anderem Toiletten und Schankraum untergebracht waren sowie eine gegenüberliegende Lagerhalle) nicht miteinander verbunden.

Das Feuer hätte nicht übergreifen können. Auch Bahn-Betreiber Heinz Kuka glaubt daran, dass jemand das Feuer absichtlich gelegt haben könnte. Schon in der Nacht zum 16. Juli 2009 hatten zwei Schuppen auf dem Gelände gebrannt. Auch da gab es den Verdacht auf Brandstiftung, weil ein technischer Defekt ausgeschlossen werden konnte. Damals hatte Kuka eine Belohnung von 1000 Euro für die Ergreifung der Täter ausgesetzt. Diesmal will er einen höheren Betrag ausloben.

Er sieht seine Existenz bedroht: "Wir müssen loslegen mit der Saison, um den nächsten Winter zu überstehen." Er und seine Mitarbeiter seien abends lange auf der Bahn, so auch vorgestern. "Bis gegen 22 Uhr war ich da, und in den letzten Tagen hat abends mehrfach der Hund angeschlagen", sagt Kuka. Man habe aber niemanden entdecken können. Mit neu zusammengeschraubten Karts, einem Imbiss- und einem Toilettenwagen will er den Betrieb am Samstag, 27. Februar, wieder aufnehmen.

Quelle: RP
 
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