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Viersen
Grabeskirche wird fünf Jahre alt

Viersen: Grabeskirche wird fünf Jahre alt
Martin Alfing (l.), Alexandra Wiek und Pfarrer Roland Klugmann fsind zufrieden, damit, dass die Grabeskirche so gut angenommen wird. FOTO: Jörg Knappe
Viersen. Grabstätten in begeherter Lage werden knapp. Schonjetzt macht sich der Kirchenvorstand gedanken über einen Ausbau. Gefeiert wird am Samstag, 10. Juni, mit einem Tag der offenen Tür Von Bianca Treffer

Die Sonnenstrahlen, die durch die hohen Kirchenfenster mit den christlichen Szenen fallen, malen bunte Motive auf den Boden. Sie huschen über die Wände und streifen die Stelen. Das Licht bricht sich in den kleinen Steckvasen, die an den einzelnen Kuben befestigt sind. Kerzen flackern auf kleinen Metalltischen, Blumenvasen stecken im hellen Kies, der vor den Ruhestätten der Urnen das Bild bestimmt. Holzhocker mit Kissen laden zum Verweilen ein. In der gesamten Grabeskirche herrscht dabei eine angenehme, nahezu spirituelle Atmosphäre.

"Ich denke, es ist die Kombination aus Altem und Neuem, die unsere Grabeskirche auszeichnet. Die Kirche an sich verkörpert Tradition. Es ist das Zusammenspiel aus Neugotischem und moderner Architektur", sagt Pfarrer Roland Klugmann von der katholischen Pfarrgemeinde St. Remigius. Gestern war es auf den Tag genau fünf Jahre her, dass die Einweihung der Kirche St. Joseph zu ihrer neuen Nutzung als Grabeskirche stattfand. Diesen Geburtstag feiert die Grabeskirche mit einem Tag der offenen Tür am Samstag, 10. Juni. Die Besucher können sich auf Musik, Besichtigungen, einen Rückblick in die Geschichte der Kirche und viele Gespräche freuen. Dazu bietet der Förderverein im benachbarten Maximilian-Maria-Kolbe-Haus Kaffee, Kuchen und weitere Speisen an.

Die Idee zur Entstehung der Grabeskirche entstand natürlich vor mehr als fünf Jahren. Bereits 2008, als klar wurde, dass die Kirche in ihrer damaligen Funktion keinen Bestand mehr haben würde, fingen die Überlegungen an, was mit St. Joseph geschehen könnte, um die Kirche zu erhalten.

Der Kirchenvorstand fasste den Beschluss, die Josephskirche in eine Grabeskirche umzuwandeln. "Wir sind sehr zufrieden", sagt Geschäftsführerin Alexandra Wiek. "Wir liegen über den Erwartungen. Die Grabeskirche ist besser angenommen worden, als wir es im Vorfeld kalkuliert hatten." Von den insgesamt 1638 Grabstätten sind bereits 799 verkauft. 532 Bestattungen haben bislang stattgefunden. "Die begehrten Lagen der Doppelgrabstätten werden bereits rar", berichtet Pastoralreferent Martin Alfing. Diese Tatsache spielt in die Überlegungen der geplanten nächsten Ausbaustufe mit ein.

Vom Fundament her ist in der Grabeskirche bereits alles für die nächsten beiden Ausbaustufen vorbereitet. Es müssen nur die entsprechenden Wände und Stelen für die Kuben gesetzt werden. "Wir überlegen derzeit, wie wir mehr Doppelgrabstätten schaffen können", sagt Wiek. Bei den aktuellen Grabstätten waren es jeweils zur Hälfte Doppel- und Einzelgrabstätten. Ein möglicher erster Ausbau ist für Ende 2018/Anfang 2019 vorgesehen.

"Dass die Grabeskirche zu dem geworden ist, was sie heute ausmacht, verdanken wir dem unermüdlichen Einsatz des gesamten Teams", betont Klugmann. "Insbesondere den Ehrenamtlern, die sich mit viel Engagement einbringen." Es sei das Werk von allen, das die Grabeskirche St. Joseph auszeichnet.

Neben der Funktion als letzte Ruhestätte finden in der Grabeskirche Gedenkgottesdienste und Andachten statt. Dazu gehören auch geistliche Konzerte, Ausstellungen, Theateraufführungen und Vorträge zum Thema Tod und Trauer.

Quelle: RP
 
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