| 00.00 Uhr

Brüggen
Gründerzentrum: Nur noch drei Büros frei

Brüggen. Eine Sexualberatung, ein Ingenieurbüro für Wassertechnik, eine Marketingfirma für Trendprodukte — seit dem Start im April hat sich das Gründerzentrum gut gefüllt. Die Verwaltung ist zufrieden Von Birgit Sroka

Seit April betreibt die Burggemeinde Brüggen das Gründerzentrum BIG - Brüggener Innovations- und Gründerzentrum als Maßnahme der Wirtschaftsförderung. "Die Entwicklung ist positiv", sagt Wirtschaftsförderer Guido Schmidt. "Sie liegt über unseren Erwartungen." Neben der Bürovermietung werden im Seminarraum regelmäßig Veranstaltungen angeboten, beispielsweise das Open Coffee, das Unternehmer der gesamten Region zum Netzwerken und Austauschen nach Brüggen holt.

Auch Bürgermeister Frank Gellen (CDU) ist froh, dass das Projekt so gut angelaufen ist. "Ich kann mich daran erinnern, dass einige Politiker das nicht so optimistisch betrachtet haben. Die Anmietung der Räume bietet auch einen Mehrwert für die Bürger. Das passt zur Brachter Innenentwicklung."

Der erste Mieter war Hans-Gerd Hauser, der ein Ingenieurbüro für Wasser- und Abwassertechnik gegründet hat. "Nach vielen Jahren im Angestelltenverhältnis bin ich nun selbstständig. Ich kann hier sehr gut arbeiten und der Saal ermöglicht es, Seminare anzubieten", sagt Hans-Gerd Hauser. "Auch im fortgeschrittenen Alter war es eine interessante Entscheidung, sich selbstständig zu machen. Ich schlafe seitdem etwas unruhiger." Natürlich könne man sich auch zu Hause ein Büro einrichten. Hauser: "Aber hier im BIG stimmt die Infrastruktur, und man kann mal mit Leuten ein Wort wechseln, die in der gleichen Situation stecken."

Carsten Großmann ist Sachverständiger für die Bewertung und Beratung rund um Immobilien. "Ich biete meinen Kunden Wertindikationen, Kurzgutachten sowie Vollgutachten für Immobilienwirtschaftliche Vorgänge unter anderem bei Kauf- oder Verkaufsprozessen, Erbschaft, Schenkung oder Scheidung sowie zur Bestimmung der ortsüblichen Vergleichsmiete", beschreibt er. Großmann hat seit dem 1. September sein Büro im BIG. "Meine Frau machte mich darauf aufmerksam und ich bin begeistert von den Mietbedingungen für Neugründer. Selbst der Kopierer auf dem Flur wird allen zur Verfügung gestellt. Das sind gute Rahmenbedingungen für den Start." Großmann lebt in Bracht, arbeitete aber in Düsseldorf und wollte endlich das machen, wofür sein Herz brennt. "Jetzt kann ich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren."

Bernhard Kinold ist Anwalt des Gebäudeeigentümers. Seit 1997 ist er bereits Rechtsanwalt und bietet nicht nur den Gründern im BIG wöchentlich einen Sprechtag an. "Diesen Sprechtag können alle Gründer aus der Umgebung nutzen. Mit insgesamt zehn Anwälten in unserer Kanzlei decken wir ein breites Spektrum ab."

Birgit und Christian Lutherer sind weitere Mieter im BIG. Birgit Lutherer ist Paarberaterin und Dozentin für Sexualberatung. "Wir haben hier gute Räumlichkeiten gefunden, um in Ruhe arbeiten zu können und Seminare vorzubereiten", meint sie. "Ich finde hier alles, was ich brauche. Sogar eine kleine Küche für den Kaffee zwischendurch. Die Klienten freuen sich sehr, in so schöne Räume zu kommen."

Guido Schmidt ist froh, dass die Idee des Gründerzentrums sich so gut umsetzen ließ. "Wir haben hier noch eine Immobilienverwalterin und eine Firma, die sich mit Import und Marketing für Trendprodukte beschäftigt", so Schmidt. Wer im Gründerzentrum nur mit jungen Selbständigen gerechnet hat, liegt falsch. Viele Menschen machen sich erst im Laufe ihres Berufslebens selbständig und sind dankbar für die Gelegenheit, im Gründerzentrum zu starten. "Unser Wunsch ist es, auch die letzten drei Büros noch zu vermieten", teilt der Wirtschaftsförderer mit. "Ziel ist es, das Gründerzentrum bei Vollauslastung kostendeckend zu betreiben." Ansprechpartner sind bei Fragen Guido Schmidt und Steffi Wolters von der Wirtschaftsförderung. Weitere Infos unter www.big-brueggen.com

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Brüggen: Gründerzentrum: Nur noch drei Büros frei


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.